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Wandern mit Hindernissen

Freuden und Sorgen beieinander: Der Rodichtweg ist frei, der an der Rietzschke droht zuzuwachsen, das Gründel ist noch gesperrt.

Von Heike Sabel

Gute Nachricht für Wanderfreunde: Der Rodichtweg zwischen Burgstädtel und Lockwitztal ist wieder begehbar. Nach einer langen schwierigen Zeit ist er nun in einem sehr guten Zustand, sagt Wanderwegewartin Karin Thiele.

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Doch so sehr sie sich darüber freut, so sehr ist sie enttäuscht über den Wanderweg an der Rietzschke. Sie hatte gehofft, dass die Stadt Dohna dort im Rahmen der Hochwasserprojekte etwas macht. Doch daraus wird nichts, sagte Bürgermeister Ralf Müller (CDU) jetzt auf ihre Anfrage im Stadtrat. Der Röhrsdorfer Heimatverein sei mit diesem Weg überfordert, sagt Karin Thiele und fragt sich nun, was mit ihm werden soll. Begehbar ist der Weg nach einer Notreparatur durch den Verein zwar wieder, doch wenn nichts gemacht wird, wächst der Weg zu, befürchtet Karin Thiele. Und das gehe jetzt, da die Natur in voller Blüte stehe, ganz schnell. Der Regen hatte die Kiesschicht weggespült, die nun erneuert werden muss.

Und der Rietzschke-Weg ist nicht der einzige Weg, über den sich Karin Thiele Gedanken macht. Das Borthener Gründel als Weg in das Lockwitztal ist seit dem Tornado im vergangenen Frühjahr gar nicht mehr begehbar. Hier handelt es sich um privaten Wald, sagt Karin Thiele. Sie versteht, dass es aufgrund der topographischen Lage sehr schwer ist, hier etwas zu machen. „Der Gründelweg ist mit Technik schwer zugänglich, es müssen also Pferde eingesetzt werden, oder das Holz muss vor Ort zerkleinert werden, was natürlich alles Geld kostet.“

Tornadoschäden bis 2015 spürbar

Karin Thiele hat Verständnis, bittet deshalb auch die Wanderer um Geduld und hofft, dass sich im Laufe des Sommers im Gründel etwas tut. Dann hätte sie noch einen weiteren Grund zum Freuen – und die Wanderer wieder einen Weg mehr.

Die Stadt Dohna hatte bereits im vorigen Jahr dem Waldeigentümer Hilfe zugesichert. Aber schon damals war zumindest der Stadtverwaltung klar, die Beseitigung aller Schäden des Tornados wird sich bis ins Jahr 2015 hinziehen.