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Wandern und schießen

MDR-Moderatorin Beate Werner probiert sich in der Biathlonarena aus. Und in Neurehefeld darf sie naschen.

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© Frank Baldauf

Von Maik Brückner

Lampenfieber hat Klaus Siebert nicht. Der Altenberger ist es gewohnt, in Kameras zu schauen und dabei zu sprechen. Er hat die Interviews, die er den Reportern gegeben hat, nicht gezählt. Es waren viele. Denn der 60-jährige frühere Biathlet hat in den letzten Jahren als Trainer in Österreich, China und Weißrussland gearbeitet. Er kann gut erklären, wie man eine Waffe anpacken muss, damit jeder Schuss sitzt. Heute führt er Beate Werner in diese Kunst ein. Dazu ist Moderatorin des MDR-Fernsehens mit einem Kamerateam in die Biathlonarena nach Zinnwald gekommen, um sich über das Sommerbiathlon zu informieren. Routiniert und mit viel Geduld erklärt Klaus Siebert, worauf es beim Schießen ankommt, was der Schütze beachten muss. Dann wird es ernst. Beate Werner legt sich auf die Matte, nimmt das Gewehr, zielt und schießt. Fünfmal knallt es. Klaus Siebert huscht ein Lächeln übers Gesicht: „Fünf Schuss, vier Treffer. Sensationell“, sagt er. Auch Beate Werner ist zufrieden. „Toll. Zusammen sind wir unschlagbar“, sagt sie und lächelt dem Mann mit dem Basecap zurück.

Ein paar Minuten später nimmt sie Abschied von der Biathlonlegende. Es geht zum nächsten Drehtermin. Denn in der halbstündigen Sendung, für die sie in den Tagen unterwegs ist, möchte sie möglichst viel vom östlichen Erzgebirge zeigen. Doch nicht das Gebirge an sich ist Thema der Sendung, sondern der hier beginnende Wanderweg auf dem Kamm des Erzgebirges. 2011 wurde er in Geising eingeweiht. „Leider ist das immer noch nicht so bekannt“, sagt Heike Riedel. Sie hat die Sendung konzipiert und im Vorfeld nach einer Möglichkeit gesucht, Geising als Startpunkt bekannter zu machen. Dabei sollen die Geisinger Vugelbeern helfen. „Das ist in der Region das einzige Ensemble, dass die erzgebirgische Musiktradition pflegt.“ Deshalb hatte Frau Riedel die Gruppe angefragt, ob sie mit Frau Werner in einen Zug der Städtebahn steigen und dort das bekannte Bimmelbahn-Lied des beliebten Erzgebirgssängers Max Nacke singen können. Das Ensemble sagte zu. Außerdem traf Beate Werner Monika Rasehorn. Sie weihte die Moderatorin in die Kunst der Pralinenherstellung ein. In Seiffen wurde Beate Werner von farbenfrohen Blumenkindern begrüßt, die damit an die alte Seiffener Tradition erinnerten, Blumen aus Holz zu fertigen. Außerdem war das Kamerateam auf den naturbelassenen Bergwiesen am Geisingberg und im Warmbachtal bei Rehefeld unterwegs, um die Schönheiten des Osterzgebirges im Frühsommer einzufangen. „Tausende heimische Orchideen säumen den Kammweg und zeugen davon, wie prächtig sich Natur und Landschaft in den letzten Jahren entwickelt haben“, sagt Frau Werner. Auch die vielbesungenen Vogelbeeren und das streng geschützte Hochmoor in Zinnwald-Georgenfeld stehen in voller Blüte und haben sie begeistert. Am Ende ihrer Sendung kommt die in Radebeul wohnende Moderatorin zum Fazit: „Das Kammwandern zwischen Geisingberg und Schwartenberg ist vor allem im Frühsommer ein Erlebnis.“

Die halbstündige Sendung „Unterwegs in Sachsen…Kammwandern im Osterzgebirge“ wird am 25. Juli, 18.15 Uhr im MDR-Fernsehen gezeigt.

Wer Interesse hat, in Altenberg Sommerbiathlon zu machen, kann sich an das Tourist-Info-Büro, 035056 35056 23993 wenden. Das gibt Tipps zu den Anbietern.

Dauer je nach Sportart (Cross, Mountainbike, Inliner oder Rollerski), Kosten zwischen 30 und 60 Euro