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Löbau

Wandern war der Mühlen Lust

Windmühlen wurden im 19. Jahrhundert oft „Huckepack“ genommen. Warum gab es diese tonnenschweren Reisen?

Nicht nur Mühlen, sondern auch deren Technik ging auf Wanderschaft. Am 28. Juli 1979 wurde das wertvolle Getriebe der Hempel-Mühle Schönbach geborgen und abtransportiert (Bilder unten).
Nicht nur Mühlen, sondern auch deren Technik ging auf Wanderschaft. Am 28. Juli 1979 wurde das wertvolle Getriebe der Hempel-Mühle Schönbach geborgen und abtransportiert (Bilder unten). © Bernd Dreßler

Nein, die Überschrift ist nicht falsch. Nicht nur die Müllergesellen begaben sich früher auf Wanderschaft, auch die Mühlen, genauer gesagt, die Bockwindmühlen. Diese Getreidemühlen, bei denen das ganze Gehäuse aus Holz auf einem mächtigen Ständer in den Wind drehbar war, dominierten die südliche Oberlausitz, in Obercunnersdorf oder Eibau gab es zeitweise fast zehn. Besagter Mühlentyp hatte einen großen Vorteil: Er war transportfähig. Wegen nur weniger feststehender Teile ließ sich die Bockwindmühle abbauen, auf Fuhrwerke verladen und an einem anderen Platz wieder montieren. Bei der gemauerten Holländermühle, dem anderen Mühlentyp, war das unmöglich.

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