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Wenn der Wanderweg zur Holperpiste wird

Die Alte Festungsstraße zählt zu den schlimmsten Wanderwegen rund um Königstein. Nachholbedarf gibt es auch am Pfaffenstein.

An der Alten Festungsstraße in Königstein ist Trittsicherheit gefragt.
An der Alten Festungsstraße in Königstein ist Trittsicherheit gefragt. © Steffen Unger

Mit rund einer halben Million Besucher zählt die Festung Königstein zu den meistbesuchten Attraktionen in der Sächsischen Schweiz. Der Großteil der Gäste fährt mit dem eigenen Auto vor. Doch es gibt auch viele Touristen, die die Festung zu Fuß erklimmen. Zum Beispiel von der Königsteiner Innenstadt über die Alte Festungsstraße, die etwa in Höhe des Edeka-Supermarktes den Hang hinauf führt. 

Geländer ramponiert und verbogen

Und die hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer Holperpiste entwickelt. "Der Untergrund ist schlecht und es fehlen Stufen", kritisiert Königsteins Wanderwegewart Rainer Reichstein den Zustand. Zudem sei das Geländer an vielen Stellen ramponiert und verbogen. Reichstein kümmert sich seit etwa acht Jahren ehrenamtlich um markierte Wanderwege rund um die Festungsstadt. Das Wanderwegenetz auf der Gemarkung Königsteins umfasst mehr als 100 markierte Kilometer. Es gibt mehrere Rastplätze mit Bänken und Tischen, an die 20 Brücken und etwa 1.500 Stufen. Sie alle hat Rainer Reichstein im Blick - oder versucht es zumindest. Regelmäßig ist er auf den Streckenabschnitten unterwegs, repariert kaputte Schilder oder erneuert Markierungen. 

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Hat die Wanderwege in Königstein im Blick: Wanderwegewart Rainer Reichstein.
Hat die Wanderwege in Königstein im Blick: Wanderwegewart Rainer Reichstein. © Archivfoto: Marko Förster

In der letzten Stadtratssitzung in Königstein hat er die schlimmsten Stellen in seinem Beritt aufgezählt. Die Alte Festungsstraße ist nicht die einzige, die laut Reichstein dringend saniert oder repariert werden müsste. "Neben der Festung zählt der Pfaffenstein zu unseren Touristenhotspots", sagt Reichstein. Auch hier gäbe es bedeutende Wanderwege, für die er dringenden Handlungsbedarf sieht. 

Klammweg liegt wegen Corona auf Eis

Zum Beispiel am Klammweg. Er ist nicht der einfachste, aber ein idyllischer Aufstieg auf den Pfaffenstein. Die meisten Touristen würden über das Nadelör zur Aussicht hinauf steigen. Der Klammweg müsse dringend erneuert werden. "Stahl und Beton, die vor Ort verbaut sind, haben ihre Lebensgrenze erreicht", sagt Rainer Reichstein. In diesem Jahr sollte über ein Förderprogramm eine Notsicherung erfolgen. Wegen der Corona-Situation sei das aber erst einmal zurück gestellt worden. Wie es nun weiter gehe, ist offen.

"Der Klammweg bleibt auf dem Schirm", versprach Königsteins Bürgermeister Tobias Kummer (CDU). Im Zuge des deutschen Wandertages sei das Geländer am Aufstieg zum Pfaffenstein gesichert worden. Damit sei erst einmal ein wichtiger Punkt abgehakt. 

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