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Wann verschwinden die Zwinger-Gerüste?

Der große Flügel mit der Gemäldegalerie ist jetzt saniert. Wann wieder alles freigegeben wird. 

Noch immer stehen Gerüste vor der Sempergalerie am Zwinger. Derzeit haben dort noch Fensterbauer zu tun.
Noch immer stehen Gerüste vor der Sempergalerie am Zwinger. Derzeit haben dort noch Fensterbauer zu tun. © Sven Ellger

Vor einem knappen Monat konnte Sachsens Finanzminister Matthias Haß (CDU) den Westflügel der Sempergalerie an die Staatlichen Kunstsammlungen übergeben. Etwa eine halbe Million Besucher kommen jährlich in diesen bedeutenden Zwingerbau, um die Gemäldegalerie Alte Meister zu besichtigen. Obwohl die Sanierung nach fünfeinhalb Jahren weitgehend abgeschlossen ist, stehen auf der Theaterplatzseite immer noch Gerüste.

Im Erdgeschoss, also eine Etage unter den Räumen der Gemäldegalerie, müssen noch drei Fenster ersetzt werden. „Das betrifft keine Ausstellungsbereiche“, erklärt Sprecher Tobias Lorenz vom Staatsbetrieb Sächsisches Bau- und Immobilienmanagement (SIB). Die Arbeiten sollen spätestens Ende September abgeschlossen sein. Dann fallen auch die Gerüste. 

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Die Beräumung der Fläche vor den Baustellencontainern beginnt aber schon in den kommenden Tagen. Danach können die Außenanlagen wiederhergestellt und später die Bauzäune abgebaut werden. „Bis Anfang Dezember ist die Fläche wieder in ihrem ursprünglichen Zustand öffentlich zugänglich“, sagt Sprecher Lorenz.

Wesentlich verbessert haben sich die Bedingungen für die Ausstellungen. So wird natürliches Licht mit seinen wechselhaften Stimmungen tagsüber die Gemälde und die antiken Skulpturen wie in einem Atelier beleuchten.

Verschiedenfarbige Stoffbespannungen

Nach der Übergabe der Sempergalerie wurde damit begonnen, die Gemäldegalerie Alte Meister neu einzurichten. „Wir wollen sie verdichten und damit dem historischen Charakter besser gerecht werden“, sagte Generaldirektorin Ackermann. So werden in den Ausstellungsräumen neben den etwa 700 Gemälden auch 500 Skulpturen zu sehen sein. Diesen Wechsel von Malerei und Plastik habe es vorher nicht gegeben. Bessere Möglichkeiten bietet der lange, jetzt durchgehende Gang mit Türen auf der Seite zum Theaterplatz. 

Neu wird auch die Ordnung durch verschiedenfarbige Stoffbespannungen der Wände. So werden Werke französischer und spanischer Maler auf grünen Wänden gezeigt, die von Italienern auf rotem und die von deutschen und holländischen Meistern auf blauem Hintergrund. Ausgestellt werden auch zahlreiche restaurierte Bilder, die bisher im Depot lagerten. Im Ostflügel ist dann die separate Halle mit antiken Skulpturen zu finden.

Restauratoren, Kuratoren und Hängeteams haben derzeit viel Arbeit, um die Dauerausstellung neu zu gestalten. Am 7. Dezember soll sie feierlich eröffnet werden. In bereits restaurierten Räumen ist bis zum 3. November eine Interimsausstellung mit einer Auswahl von Werken gezeigt.

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