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Grünes Gewölbe soll im Frühjahr wieder öffnen 

Die zerstörte Vitrine soll leer bleiben. Ein Vierteljahr nach dem Einbruch bleibt vieles ungeklärt. Fragen an die Chefin der Kunstsammlungen.

Das Juwelenzimmer im Historischen Grünen Gewölbe im Dresdner Schloss
Das Juwelenzimmer im Historischen Grünen Gewölbe im Dresdner Schloss © dpa

Das Historische Grüne Gewölbe ist seit dem Einbruch am 25. November 2019 geschlossen. Von den Tätern und den geraubten Juwelengarnituren fehlt bisher jede Spur. Sächsische.de erkundigte sich bei der Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, nach dem Stand der Dinge. In ihren schriftlichen Antworten hält sie sich bei den meisten Antworten jedoch sehr bedeckt.

Wann wird das Historische Grüne Gewölbes wiedereröffnet?

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Wir bemühen uns darum, dass wir das Historische Grüne Gewölbe im Frühling wiedereröffnen können. Dies könnte nach aktuellem Kenntnisstand auch möglich sein.

Warum dauert das so lange?

Die Staatlichen Kunstsammlungen, der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement sowie das Landeskriminalamt sind gemeinsam und mit jeweils spezifischen Aufgabenstellungen für die Sicherheit zuständig. Das Sicherheitskonzept muss neu bewertet und überarbeitet werden.

Was wird in der zerstörten Vitrine gezeigt werden?

Die beschädigte Vitrine wird bis auf Weiteres leer bleiben.

Wie dick ist das neue Vitrinenglas?

Zuständig hierfür ist der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.

Welche Kameras werden eingebaut?

Zuständig hierfür ist der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.

SKD-Chefin Marion Ackermann
SKD-Chefin Marion Ackermann © Ronald Bonß

Welche weiteren Sicherheitsvorkehrungen werden am Schloss getroffen, um künftig Einbrüche zu verhindern?

Infolge des Einbruchs in das Historische Grüne Gewölbe wurde das Sicherheitskonzept umfassend überprüft. Wir bitten aber um Ihr Verständnis, dass wir uns zu den Sicherheitsvorkehrungen nicht äußern können, da diese sicherheitsrelevant sind.

Werden die Wachleute in den Museen künftig bewaffnet?

Diese Frage betrifft Einzelheiten des Sicherheitskonzepts und sicherheitsrelevante Aspekte, sodass wir uns hierzu nicht äußern können.

Bekommen die Staatlichen Kunstsammlungen eine Direktleitung zur Polizei?

Diese Frage ist sicherheitsrelevant und kann deshalb nicht beantwortet werden.

Wird es personelle Konsequenzen geben?

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Für uns steht derzeit die Sachaufklärung im Vordergrund. Wir unterstützen die Arbeit von Staatsanwaltschaft und Polizei umfassend, auch, um so viel wie möglich über den Tathergang und die Ursachen in Erfahrung zu bringen. Ob und welche Konsequenzen – seien sie baulicher, organisatorisch-personeller oder anderer Art – zu ziehen sind, kann erst auf der Grundlage des Gesamtergebnisses der Ermittlungen abschließend beurteilt werden.

Die Fragen stellte Birgit Grimm.

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