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Wann wird die Straße durch Ziegra und Limmritz gebaut?

Der Landkreis und die Stadt Döbeln wollen den Straßenbau gemeinsam planen. Das heißt aber noch nicht viel.

Von Jens Hoyer
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Das Archivbild zeigt die Kreisstraße durch Limmritz, auf der vor Straßenschäden gewarnt wird. Mittlerweile wurde in der Straße eine Abwasserleitung verlegt. Die Chance zum kompletten Ausbau der Straße wurde verpasst.
Das Archivbild zeigt die Kreisstraße durch Limmritz, auf der vor Straßenschäden gewarnt wird. Mittlerweile wurde in der Straße eine Abwasserleitung verlegt. Die Chance zum kompletten Ausbau der Straße wurde verpasst. © Archiv/Jens Hoyer

Döbeln. Vor knapp vier Jahren hatte Landrat Matthias Damm (CDU) bei einem Kommunaltag auch die Kreisstraßen in Forchheim und Ziegra besichtigt. Damals wurde verkündet, dass es die maroden Straßen auf die Prioritätenliste des Landratsamtes geschafft haben. In Forchheim ist mit dem Ausbau der Straße tatsächlich begonnen worden. Für Ziegra und Limmritz gibt es zumindest jetzt die vage Hoffnung, dass es in absehbarer Zeit losgehen könnte.

Wie das Landratsamt auf Anfrage mitteilte, ist mit der Döbelner Stadtverwaltung vereinbart worden, gemeinsam eine Planung für die Kreisstraße durch Ziegra und Limmritz anzuschieben.

 „Der Ausbau der Kreisstraße ist ohne Frage notwendig und sinnvoll. Das Landratsamt hat in den vergangenen Wochen mit der Stadt Döbeln abgestimmt, welche Form des Ausbaus der richtige wäre und in wieweit sich die Stadt bei einem Ausbau mit der Herstellung eines Gehweges in beiden Ortslagen beteiligen will“, sagte Pressereferentin Tina Soltysiak.

Keine Aussagen gibt es darüber, wann mit dem Bau tatsächlich begonnen werden kann. Der Döbelner Bauamtschef Erik Brendler spricht im ausgeprägten Konjunktiv: „Wir sollten eine gemeinsame Planung anschieben, wenn sie das nötige Geld haben könnten.“ Das Vorhaben steht und fällt mit der Finanzierung. Die Stadt Döbeln wäre mit Nebenanlagen, wie den Gehwegen und der Straßenbeleuchtung, an dem Vorhaben beteiligt.

Der Abwasserzweckverband Untere Zschopau hat dagegen seinen Teil schon erledigt. In Ziegra und in Limmritz sind in den vergangenen Jahren Abwasserleitungen verlegt worden – in Limmritz wurden die Arbeiten im Herbst zu Ende gebracht. 

In dem einen wie im anderen Fall waren die Leitungsgräben danach wieder verschlossen worden, statt die marode Kreisstraße gleich in ihrer Gesamtheit zu erneuern. Der Grund: Die leeren Kassen des Landkreises Mittelsachsen. Ortsvorsteher Arndt Patzig hat dafür kein Verständnis. „Seit 2008 wissen wir, dass die Abwasseranlagen gebaut werden. In der Zeit müsste es möglich sein, das Geld zu beschaffen.“

Nur wenige Kilometer entfernt in Forchheim hat es mit dem Ausbau der Kreisstraße dagegen geklappt – wenn auch hier mit Verzögerungen. Im September war mit dem Verlegen von Abwasser- und Trinkwasserleitungen begonnen worden.

 Im ersten Bauabschnitt ist der Straßenbau weitgehend abgeschlossen, die Tragschichten sind in der Straße eingebaut. Nur die Verschleißschicht fehlt noch. Bis Mitte 2020 soll der etwa ein Kilometer lange Straßenabschnitt in der Ortslage Forchheim komplett fertiggestellt sein. 

Kostenpunkt: um die 1,4 Millionen Euro. Ortsvorsteher Patzig ist mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden. „Das läuft wie am Schnürchen und von den Bewohnern gibt es keine Klagen. Wenn es irgendwann in Limmritz und Ziegra auch so aussieht, dann sind wir zufrieden.“ 

Patzig ärgert allerdings, dass nicht gleich alle Medien neu verlegt wurden. So sind die alten Elektro-Freileitungen in Forchheim geblieben. „Wenn die mal unter die Erde sollen, muss die Straße wieder aufgerissen werden.“

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