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Warmwassernetz in Zauckerode wird umgestellt

In den Fünfgeschossern bei der Gewo fliegen die alten Durchlauferhitzer raus. Die WGF wartet indes noch ab.

Von Matthias Weigel

Zahlreiche Mieter der Freitaler Wohnungsgenossenschaft Gewo müssen sich in den nächsten Monaten verabschieden – und zwar von ihrem Gasherd und Durchlauferhitzer in den Wohnungen. Die kommen im Zuge von Sanierungsmaßnahmen weg. Rund 400 000 Euro will sich das die Gewo 2014 insgesamt kosten lassen.

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Rund 70 Wohnungen auf dem Schachtweg werden bei den geplanten Arbeiten auf eine zentrale Warmwasserversorgung umgestellt. Derzeit läuft die Bereitung des warmen Wassers dezentral – weil es hier zu DDR-Zeiten eine Anbindung an das zentrale Gasnetz gab. Doch nun müssen die alten Gasheizer raus. Über die Versorgungsschächte kommt das warme Wasser künftig aus dem Keller. „In dem Zuge tauschen wir auch die alten Warm- und Kaltwasser- sowie die Abwasserrohre in den Schächten mit aus“, sagt Vorstand Dieter Vodak. Zudem werde der Brandschutz verbessert.

Für die Mieter sind die Arbeiten ein Einschnitt – müssen doch die Arbeiter rund eine Woche in die Wohnungen. Mit jedem der betroffenen Haushalte will der Vermieter allerdings rechtzeitig sprechen und alle nötigen Fragen klären. „Wir reden dann auch individuell, wo beispielsweise neue Fliesen ran müssen oder ob die Mieter gleich ein komplett neues Bad haben wollen“, sagt Vodak. Verschwinden werden mit der Umstellung auch die kompletten Gasanschlüsse in den Wohnungen. Dafür muss wiederum in Küche und Bad die Elektrik zum Teil erneuert und ein E-Herd-Anschluss gelegt werden.

Dass die rußig-staubigen Gasheizer rauskommen, bedeutet am Ende aber weniger Dreck in den Wohnungen – und hat zudem Sicherheitsgründe. Die Lebensdauer der Geräte läuft ab, Vorschriften ändern sich. „Und wir wollen das nach und nach vom Tisch haben – auf einmal geht so was nicht“, sagt Vodak. Bereits 2011/12 wurden Eingänge an der Straße der Stahlwerker umgerüstet. Dieses Jahr waren es 70 Wohnungen an der Oppelstraße. Gut 200 Wohnungen hat die Gewo somit fertig – etwas mehr als zehn Prozent im Viertel.

Insgesamt wird die Umstellung des Wohnviertels, in dem auch die städtische Wohnungsgesellschaft WGF vermietet, also noch Jahre dauern. Die Technischen Werke (TWF) als Wärmelieferant müssen dazu ebenso etliche Investitionen stemmen, wie zum Beispiel für die einzelnen Hausanschlussstationen, die sie im Keller als Schnittstelle zwischen Hausnetz und Zentralnetz installiert. Das Ganze bringt am Ende aber positive Effekte mit sich. „Wir bauen verstärkt in unsere Wärmenetze Blockheizkraftwerke zur Stromerzeugung ein. Im Heizwerk Zauckerode ist ebenfalls eine Stromerzeugung geplant“, sagt Geschäftsführer Eberhard Rausch auf Anfrage. Voraussichtlich ab 2015 soll die erste Ausbaustufe der Stromerzeugung in Zauckerode installiert sein. Für einen effizienten Betrieb sei dazu die verstärkte Warmwasserbereitung in den Wohnungen über das Fernwärmenetz wünschenswert. „Mit der Gewo wurde dazu in Zauckerode vor einigen Jahren in ein Haus probeweise eine zentrale Warmwasserbereitung eingebaut. Die Ergebnisse waren positiv“, sagt Rausch hinsichtlich der Betriebskosten.

Bei der WGF ist die flächendeckende Umstellung derzeit aber weiterhin in der Schwebe. Man prüfe noch. „Sicher müssen wir irgendwann an die Schächte ran. Aber wir müssen auch wissen, welche Investitionen nötig und wirtschaftlich vertretbar sind und wo die Mieter mit den künftigen Betriebskosten rauskommen“, sagt Geschäftsführer Uwe Rumberg. Die drei großen Hochhäuser der WGF laufen allerdings bereits seit jeher über das andere System. Nur in den Fünfgeschossern der WGF gibt es die gleiche Situation wie bei der Gewo.