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Dresden

Amt sucht weiter nach Todesursache

Nach dem Tod eines dreijährigen Kita-Kindes ist die Ursache noch immer nicht abschließend geklärt. Es gibt lediglich einen Verdacht. 

Das verstorbene Mädchen besuchte diese Cottaer Kita.
Das verstorbene Mädchen besuchte diese Cottaer Kita. © Tino Plunert

Nachdem in der vergangenen Woche ein dreijähriges Mädchen im Krankenhaus gestorben war, sucht das Gesundheitsamt noch immer nach der Todesursache. Bislang konnte der Verdacht auf Meningokokken nicht nachgewiesen werden, so ein Rathaussprecher. 

Nun wartet das Gesundheitsamt noch auf das Ergebnis einer Untersuchung, das in den nächsten Tagen erwartet wird. Der Krankheitsverlauf weise aber daraufhin, dass sich das Mädchen mit den Bakterien infiziert hat, die eine Hirnhautentzündung auslösen können. Weitere Fälle hätte es in den vergangenen Tagen nicht gegeben.

Das Mädchen besuchte die Cottaer Kita „Pirolino“. Von insgesamt 150 Kindern der Einrichtung haben seit letzter Woche insgesamt 63 Kinder ein Antibiotikum verabreicht bekommen. Von 37 Krippenkindern nutzten 30 Familien dieses Angebot des Gesundheitsamtes. Alle anderen Krippenkinder hätten keinen Kontakt in die Kita gehabt und seien so von einer Infektion nicht gefährdet. Mit Antibiotikum versorgt wurden auch 25 Erwachsene und die Familie des verstorbenen Mädchens.

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In den vergangenen Jahren gab es in Dresden immer wieder Fälle von Meningokokken-Erkrankungen. Seit 2014 waren es insgesamt fünf. So wurden 2015 und 2017 jeweils eine, 2018 zwei und in diesem Jahr eine Erkrankung gemeldet. Die Zahlen erhebt das Robert-Koch-Institut. Im November letzten Jahres war ein Kind in einer Striesener Kita betroffen, in diesem Jahr eines, was keine Gemeinschaftseinrichtung besuchte. Die Sächsische Impfkommission empfiehlt Eltern, ihre Kinder gegen Meningokokken des Typs B und C impfen zu lassen. Den Impfstoff gegen den Typ B gibt es erst seit Dezember 2013, nicht jede Krankenkasse übernimmt die Kosten dafür.

Die Bakterien können nicht nur die Ursache für eine Hirnhautentzündung sein, sondern auch für eine Blutvergiftung. Beides ist lebensbedrohlich. (mit SZ/sr)

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