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Warten auf Entscheidung zu tödlichem Unfall

Oberottendorf. Zwei Jahre nach dem tödlichen Arbeitsunfall im Steinbruch Oberottendorf steht noch immer nicht fest, ob Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben oder das Verfahren eingestellt wird. Eine...

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Oberottendorf. Zwei Jahre nach dem tödlichen Arbeitsunfall im Steinbruch Oberottendorf steht noch immer nicht fest, ob Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben oder das Verfahren eingestellt wird. Eine Entscheidung soll nun in den nächsten Wochen fallen, teilt Till Pietzcker von der Dresdner Staatsanwaltschaft mit. Was das terminlich konkret bedeutet, konnte er gestern gegenüber der Sächsischen Zeitung nicht näher definieren.

Die Verzögerungen seien unter anderem durch die komplexe Thematik zustande gekommen. So mussten umfassende bergbautechnische Gutachten zu den geologischen Bedingungen erstellt und ausgewertet werden. Dazu mussten sich die Staatsanwälte in die ihnen bisher unbekannte Materie einarbeiten und weitere Ermittlungen führen. Das Oberbergamt Freiberg hatte Versäumnisse im Anlegen des Bergbaus festgestellt und geht deshalb von fahrlässiger Tötung aus.

Bei dem Unglück einen Tag vor dem Buß- und Bettag 2004 war ein 37-jähriger Stolpener Familienvater unter einer etwa 50 Meter hohen Steinwand begraben worden. Nach mehrstündiger Suche und dem Versuch, ihn zu retten, konnte er nur noch tot aus seinem Bagger geborgen werden. (SZ/sab)