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Warum am Kreisel wieder gebaut wird

Bis zum Freitag ist der Kreisverkehr am Görlitzer Busbahnhof gesperrt. Es geht um Baumängel.

Von Gabriela Lachnit
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Der Kreisverkehr an der Zufahrt zum Busbahnhof muss repariert werden. Vor zwei Jahren waren Baumängel zutage getreten.
Der Kreisverkehr an der Zufahrt zum Busbahnhof muss repariert werden. Vor zwei Jahren waren Baumängel zutage getreten. © André Schulze

Bis zum Ende dieser Woche heißt es für Autofahrer in der Bahnhofstraße Umleitung fahren. Im Kreisverkehr am Busbahnhof/Salomonstraße wird die Fahrbahn repariert. Warum in dem Kreisel, der 2015 erst gebaut wurde, schon wieder repariert werden muss, erklärt Svend Schmoll.

Er ist im Bau- und Liegenschaftsamt der Stadt Görlitz der Leiter für den Straßen- und Tiefbau. „Mit den jetzigen Arbeiten im Kreisel an der Bahnhofstraße/Salomonstraße werden Baumängel beseitigt“, sagt er. Vor zwei Jahren seien diese Mängel festgestellt worden. Bis Herbst 2018 dauerte die Klärung an, was Ursache und wer für den Mangel verantwortlich ist und ihn beheben muss. Mit der Baufirma wurde nun eine einvernehmliche Lösung gefunden. Sie behebt den Baumangel auf eigene Kosten. Der Mangel resultiert aus der Verwendung eines nicht qualitätsgerechten Betons, in dem die Borde im Kreisel stehen. Der Belastung durch den Fahrzeugverkehr war das Material nicht gewachsen. So lockerten sich nach und nach die einzelnen Bordsteine, die als Anschlag zwischen Fahrbahn und Innenring gelten. Jetzt wird der Bord entfernt. Die dadurch entstehende Lücke wird mit Asphalt gefüllt, sodass wieder eine glatte Fahrbahn zur Verfügung steht, ähnlich wie im Kreisverkehr an der Krölstraße. Es wird unter Vollsperrung gearbeitet, weil das am zügigsten geht, erläutert Schmoll. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, könne die Sperrung am Freitag wieder aufgehoben werden, so der Straßen- und Tiefbau-Fachmann. Ähnliche Probleme mit Borden und Pflastersteinen hatte es vor Jahren auch am Kreisverkehr an der Wiesbadener Straße gegeben. Dort wurde das Pflaster entfernt.

Warum überhaupt im Kreisverkehr am Busbahnhof eine andere Variante zum Zuge kam als im Kreisel an der Krölstraße, erklärt Svend Schmoll: „2015, als der Kreisel am Busbahnhof gebaut wurde, waren die Bordsteine gesetzliche Norm. 2016 gab es eine Änderung der Vorschrift. Deshalb gibt es die Bordsteinkanten im Kreisverkehr an der Krölstraße nicht mehr. Der wurde erst im Vorjahr gebaut.“

Die Umleitung für den Straßenverkehr auf der Bahnhofstraße erfolgt über Krölstraße, Hospitalstraße, Wilhelmsplatz und Augustastraße. In der Gegenrichtung werden die Kraftfahrer über Jakobstraße, Hospitalstraße und Krölstraße gelenkt. Für einen besseren Verkehrsfluss sind auf den Umleitungsstrecken Halteverbote ausgeschildert.

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