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Warum das Ergebnis diesmal unwichtig ist

Für Dresdens Volleyball-Frauen ist Platz drei in der Hauptrunde sicher. Die letzten beiden Spiele sind trotzdem nicht bedeutungslos.

Der Zusammenhalt in der Mannschaft habe immer gestimmt, meint DSC-Trainer Alexander Waibl – selbst in den schwierigen Wochen dieser Saison.
Der Zusammenhalt in der Mannschaft habe immer gestimmt, meint DSC-Trainer Alexander Waibl – selbst in den schwierigen Wochen dieser Saison. © Lutz Hentschel

Der Abstand ist zu groß – nach oben wie nach unten. Für die Volleyball-Frauen vom Dresdner SC ändert sich die Tabellensituation bei noch zwei ausstehenden Spieltagen nicht mehr. Als Dritter zieht die Mannschaft in die Ende März beginnenden Play-offs ein – und wird im Viertelfinale höchstwahrscheinlich auf Vilsbiburg, Aachen, Münster oder Suhl treffen.

Weil sich an der Ausgangslage nichts mehr ändert, stellt sich die Frage: Wo liegt für den DSC in den beiden Auswärtspartien – am Mittwoch gegen Wiesbaden und am 23. März in Straubing – die Priorität? Unbedingt gewinnen, um ein Positiverlebnis mit in die Pause zu nehmen, oder konzentriert sich die Mannschaft schon jetzt auf die Play-offs? „Die Frage ist berechtigt und die Antwort klar: Wir wollen den volleyballerischen Prozess weiter vorantreiben“, sagt Trainer Alexander Waibl in seinem beliebten Anwaltsdeutsch. Die Gedanken und deshalb auch die Trainingssteuerung sind schon längst auf die entscheidende Saisonphase im April ausgelegt. „Die Dosierung im Training wurde nach oben geschraubt, und wir haben viele Wiederholungen gemacht“, erklärt er. Daher nehme Waibl in Kauf, dass seine Spielerinnen gegen Wiesbaden wohl „nicht die Allerfrischesten sind“. Es werde sicher kein Feiertag, meint der 50-Jährige, sondern ein Arbeitstag, den der DSC trotzdem mit einem Sieg beenden möchte. „Wir werden alles reinhauen.“

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Es ist kein Geheimnis, dass der Trainer – anders als zuletzt gegen Stuttgart – in Wiesbaden auf seine Stammspielerinnen setzt. Es geht um viele kleine Sachen, wie er sagt. Waibl hofft, dass Hauptangreiferin Piia Korhonen, die monatelang verletzt war, vor den Play-offs noch einen „Schritt nach vorn macht“. Nach der Begegnung am Mittwoch bekommt seine Mannschaft eine viertägige Pause, um auch noch mal den Kopf freizubekommen. Denn zwischen dem letzten Hauptrundenspiel und dem Play-off-Auftakt ist dann nur eine Woche Zeit, die intensiv genutzt wird.

Weil die Ausgangslage so eindeutig ist, braucht der DSC nicht mehr auf die Punkte zu schauen. „So können wir uns mehr mit uns selbst beschäftigen“, erklärt Waibl. Er hat in dieser Saison eine Mannschaft, die sich alles hart erarbeiten und einige Tiefschläge verkraften muss. „Unsere Grenzen sind uns anfangs deutlich aufgezeigt worden, und das hat sich irgendwann in den Köpfen festgesetzt“, analysiert Waibl.

Seit fünf Partien aber ist ein Aufwärtstrend zu erkennen. Die Spielerinnen wirken sicherer, verlieren nicht mehr so schnell den Fokus. „Wir sind in den harten Wochen kritisch und positiv mit uns umgegangen. Es war eine Frage der Zeit, dass es wieder nach oben geht.“ Stimmt diese Formkurve, dürfte in der Meisterschaft für den DSC noch einiges möglich sein.

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