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Warum das Folklorum ein Maskenball wird

Es ist das erste große Fest im Landkreis Görlitz, das mehr als 1.000 Menschen besuchen dürfen. Die SZ sagt, was man als Festivalgast beachten muss.

Piotr Chartaniak ist seit vier Jahren Mitarbeiter der Künstlerischen Holzgestaltung. Er baut mit am Holzturm, in dem die Bar Kuckucksei zu finden sein wird.
Piotr Chartaniak ist seit vier Jahren Mitarbeiter der Künstlerischen Holzgestaltung. Er baut mit am Holzturm, in dem die Bar Kuckucksei zu finden sein wird. © André Schulze

Das Folklorum lässt sich auch von einem Virus namens Covid-19 nicht ausbremsen. Es findet ab Freitagnachmittag zum 27. Mal in der geheimen Welt von Turisede (Kulturinsel Einsiedel) statt. Und darüber sind sowohl Veranstalter als auch die Fans froh. Sie können und dürfen wieder drei Tage anders sein. Aber dafür haben die Gäste einiges zu beachten und müssen sich an Regeln halten. Die SZ fasst die Benimm-Regeln zusammen.

Welche Auflagen gelten für die Besucher auf dem Festivalgelände?

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Wer das Folklorum erleben möchte, muss am Einlass seine im Internet gebuchte oder per Post erhaltene Eintrittskarte und seine Einverständniserklärung zu den Hygieneregeln vorlegen. Die Erklärung ist ebenfalls auf der Internetseite zum Folklorum zu finden und kann zu Hause ausgedruckt und ausgefüllt werden. "Wenn die Besucher beides bereits in der Hand haben, geht es am Einlass schneller", sagt Pressesprecher Eugen Valtin. Für den Freizeitpark insgesamt gilt eine Maskenpflicht. Eine Stoffmaske im Turisede-Design bekommt jeder Besucher am Einlass. Zudem ist der Mindestabstand von eineinhalb Metern einzuhalten. Um das zu gewährleisten, wird beispielsweise die Eröffnungsveranstaltung am Freitag zeitgleich auf zwei getrennten Bühnen stattfinden. Ebenso wird es keine Durchlaufbereiche geben, wo Menschen an anderen Menschen vorbei müssen. Ausgenommen vom Abstandhalten sind die eigene Familie und wenn man als eine Gruppe unterwegs ist.   

Warum kann ich nicht meine eigene Maske zum Schutz verwenden?

Die kostenlos ausgegebenen Masken sollen helfen, die Besucher besser zuzuordnen. Denn die Gäste haben die Möglichkeit, sich gleichzeitig in zwei Gruppen zu organisieren. Zwei Felder sind auf der bunten Maske weiß geblieben. Darauf kennzeichnet jeder Benutzer mit einem Symbol seine Zugehörigkeit zur eigenen Familie und zusätzlich zu einer Freundesgruppe, falls er mit dieser das Folklorum besucht. Praktisch heißt das, wenn Familie Sperling ihre Masken im Empfang nimmt, malt sie sich auf die eine Maskenhälfte einen Vogel. Besuchen Sperlings zusammen mit der Familie Specht das Folklorum, zeichnen sich beide Familien ein Vogelhäuschen auf die andere Seite. Damit hat der Veranstalter den Überblick, wer zu welcher Gruppe und wer zur Familie gehört. 

Gibt es eine Beschränkung in der Anzahl der Festivalbesucher?

Aufgrund der Größe des Freizeitparkes haben die Organisatoren eine behördliche Beschränkung auf eine Anzahl von 8.000 Personen pro Tag. Eine Zahl, die wohl nicht erreicht wird. Zudem die Auflage, bei den Veranstaltungen auf den Mindestabstand zu achten. Deshalb sind rund 30 Veranstaltungsorte auf deutscher und polnischer Seite eingerichtet, auf denen über 100 internationale Künstler wie Sänger, Musiker, Schauspieler und Akrobaten auftreten werden.

Was müssen übernachtende Gäste beachten?

"Wir sind das Wochenende ausgebucht", sagt Eugen Valtin. Das heißt, alle Übernachtungsplätze sind belegt. Doch auch hier gelten die Corona-Regeln. So dürfen die Übernachtungsobjekte nur von Personen der eigenen Familie, beziehungsweise von  Familien aus zwei Haushalten zusammen benutzt werden. Das gilt auch für die Gruppenübernachtung. Auf den Zeltplätzen sind die Gäste angehalten, von selbst auf genügend Distanz zum Nachbarn zu achten. Zelte zu fremden Personen müssen einen Mindestabstand von eineinhalb Metern haben. 

Wie erfolgt die gastronomische Versorgung der Besucher?

Die gewohnten Lokalitäten sind wieder geöffnet. Mit der Ausnahme, dass die Folklorum-Gäste auf die Selbstbedienungseinrichtungen verzichten müssen. Zudem werden die Speisen und Getränke nur im Einweggeschirr ausgegeben. Das bedeutet, dass besonders zu den Mahlzeiten mit Wartezeit zu rechnen ist.

Darf zum Folklorum getanzt werden?

Darauf müssen dieses Mal alle Tanzbegeisterten verzichten. Die traditionelle Diskothek wird nach draußen verlegt. Am Schatzacker vor der Neißepforte wird der Storchengarten mit kleinen Separees in der hochgewachsenen Wiese geschaffen. Mittendrin steht ein Holzturm, der unten die Bar "Kuckucksei" enthält, während oben der DJ auflegt. Das Ganze dient mehr dem Entspannen als dem Discofox zu frönen.

Das Programm und weitere Informationen stehen auf der Internetseite zum Folklorum.

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