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Warum das große Fest vor 25 Jahren ausfiel

Als Kiebitz 800 Jahre alt geworden ist, hat das kaum jemanden interessiert. Die Menschen hatten andere Sorgen.

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Von Frank Korn

Diesmal wird das Jubiläum richtig gefeiert. Das haben sich die Kiebitzer Ortschaftsräte auf die Fahnen geschrieben. Das letzte Jubiläum, der 800. Geburtstag, ist nämlich regelrecht „verschusselt“ worden. „Damals 1990 war nach der Wende alles im Umbruch, da haben wir für große Feierlichkeiten gar keinen Nerv gehabt. Und so richtig ist das auch niemandem aufgefallen, dass das Jubiläum ausfiel“, sagt Ortsvorsteher Helfried Wilsdorf.

Nun stehen also „825 Jahre Kiebitz-Pfarrsteina“ an. Schon seit September laufen die Vorbereitungen für drei tolle Tage vom 5. bis 7. Juni. Dabei haben die Ortschaftsräte und ihre Mitstreiter so manche Hürde nehmen müssen. Das Programm musste aufgestellt, ein Festzelt besorgt und die Versorgung der Besucher gesichert werden. Und das alles musste auch finanziell auf soliden Füßen stehen. „Ohne die Hilfe von Sponsoren hätten wir das Jubiläum nicht so organisieren können“, sagt Ortschaftsrätin Annett Dinor.

Gefeiert wird auf dem Sportplatz des Kiebitzer SV. „Wir sind froh, dass der Sportverein zugesagt hat, sein Gelände zur Verfügung zu stellen. Ansonsten wäre es schwierig gewesen, das Fest in der geplanten Größenordnung zu organisieren“, so Helfried Wilsdorf. Dadurch sei auch das Parkplatzproblem gut gelöst.

Für die drei Festtage haben die Organisatoren ein umfangreiches Programm ausgearbeitet. Ein Bestandteil ist ein Bildvortrag über die historische Entwicklung von Kiebitz-Pfarrsteina, Obersteina und Töllschütz, den Manuela Ligner im Sportlerheim Kiebitz halten wird. Dafür sind zwei Termine am Sonnabend und einer am Sonntag vorgesehen. Die Ortschaftsrätin hat sich intensiv mit der Geschichte der Ortsteile befasst und historische Fotos und Postkarten „ausgegraben“. Das Material hat sie in einer Broschüre zusammengefasst, die die Besucher käuflich erwerben können.

Dass sich die Kiebitzer auf das Jubiläum freuen, ist schon jetzt im Dorfbild zu spüren. Überall sind Strohpuppen zu sehen oder baumeln Wimpelketten an den Zäunen und Fenstern. „Wir hoffen auf zahlreiche Besucher und natürlich auf schönes Wetter“, so Helfried Wilsdorf.

kiebitz-pfarrsteina-825-jahre.de