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Warum denn nicht?

über den Streit um ein Schnellrestaurant

Marleen Hollenbach

Es ist doch absurd. Da hat Ottendorf eine Riesenchance und anstatt diese schnell zu ergreifen, wird nur über mögliche Nachteile diskutiert. Dabei ist die Situation für die Ottendorfer doch so bequem. Der Investor, der nahe der Autobahnabfahrt eine Tankstelle und ein Schnellrestaurant errichten will, kam von allein. Jetzt müssen die Ottendorfer nur noch Ja sagen. Aber genau das fällt den Gemeindevertretern offenbar schwer. Vielleicht sollten sie einmal nach Radeberg blicken. Dort bemüht man sich seit Jahren, einen solchen Imbiss in die Stadt zu holen. Keine Sekunde würden die Radeberger bei diesem Angebot zögern.

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"Was hast du zu essen mit, Mama?"
"Was hast du zu essen mit, Mama?"

Kaum sind die ersten Meter zurückgelegt, ertönt lautstark diese Frage. Denn so schön das Wandern ist, ohne Picknick ist der Spaß nur halb so groß.

Und was spricht denn wirklich gegen ein Schnellrestaurant in Ottendorf-Okrilla? Die Wirte werden nicht darunter leiden, weil der Kundenkreis ein ganz anderer ist. Auch ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Ottendorfer plötzlich so aussehen, wie man sich typische US-Amerikaner vorstellt. Dafür gibt es in der Großgemeinde zu viele Sportangebote. Nein, der Schnellimbiss würde nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch die Jugend im Ort erfreuen, den Ort Ottendorf-Okrilla sogar bekannter machen. Will man darauf wirklich verzichten?