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Warum die Hauptstraße keine neuen Beete bekommt

Mehr Grün in der Innenstadt – das wünschen sich viele. Dieser Wunsch ist allerdings nicht so einfach zu erfüllen.

Bislang ist das städtische Grün auf der Hauptstraße überschaubar. Allerdings soll bald noch etwas dazu kommen.
Bislang ist das städtische Grün auf der Hauptstraße überschaubar. Allerdings soll bald noch etwas dazu kommen. ©  Sebastian Schultz

Riesa. Boulevard in Riesa erhält für mehr als 200.000 Euro neue Sitzbänke, neue Spielgeräte, neue Litfaßsäulen. Aber warum kommen auf der von Betonpflaster dominierten Fläche nicht noch ein paar neue Beete dazu? Bislang gibt es auf der Hauptstraße zwischen Rathausplatz und Niederlagstraße nur einige wenige schmale Streifen, auf denen vor allem Sträucher wachsen. Und das wird sich leider auch nicht ändern, sagt Rathaus-Sprecher Uwe Päsler.

Das liege weder am Geld noch am mangelnden Willen der Stadtverwaltung. Die Ursache dafür befinde sich im Untergrund. „Unter dem Pflaster der Hauptstraße laufen sehr viele Medien entlang“, sagt Päsler. Elektroleitungen, Trinkwasser, Abwasser, Telekommunikation – alles liegt dort auf engem Raum beisammen. „Und Wurzeln und Leitungen vertragen sich nun einmal nicht“, sagt Päsler. Die vorhandenen Beete würden bereits sämtliche Flächen auf der Hauptstraße bedecken, die für so eine Bepflanzung infrage kommen.

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Allerdings soll trotzdem zusätzliches Grün auf den Boulevard kommen. „Wir werden weitere Pflanzkübel auf der Hauptstraße aufstellen, jeweils mit einem Großstrauch oder einem kleinen Baum“, sagt der Rathaus-Sprecher. Geplant seien Felsenbirnen-Bäumchen mit einer Unterpflanzung aus Stauden. Kübel haben den großen Vorteil, dass die Wurzeln nicht in den Untergrund wachsen – und dass sie bei Veranstaltungen auch mal beiseitegeschoben werden können.

Die neuen Pflanzkübel sind allerdings noch nicht geliefert und sollen erst nach dem Tag der Sachsen auf dem Boulevard aufgestellt werden. Denn beim Volksfest wird Platz für die Händlermeile gebraucht. Auch einige andere Neuerungen kommen erst nach dem Festwochenende Anfang September auf die Hauptstraße. So sollen dann die markanten gelben Papierkörbe verschwinden und durch sieben neue Abfallbehälter ersetzt werden. Auch die alten Bänke kommen zugunsten neuer Sitzmöbel Stück für Stück weg. Allerdings werden sie, so weit verwendbar, nicht verschrottet, sondern aufgearbeitet und anderswo im Stadtgebiet wieder aufgestellt.

Erneuert werden auch noch die sechs Holzstühle, die sich kreisförmig um das Wasserspiel mit der Kugel gruppieren. Und dann kommen noch vier sogenannte Linienbänke, die zwar schon geliefert, wegen des Tages der Sachsen aber vorerst eingelagert wurden.

Insgesamt hat die Stadt für die Umgestaltung rund 260 000 Euro eingeplant, die zum Großteil aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ stammen. Bleibt es vor dem Hintergrund steigender Handwerkerkosten bei der Summe? „Bislang sind noch keine Nachforderungen bekannt“,sagt Uwe Päsler.

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Damit ist dann die Umgestaltung des Abschnitts zwischen Rathausplatz und Niederlagstraße abgeschlossen. Anschließend kommt das noch fehlende Stück Hauptstraße bis zum Puschkinplatz dran: Dessen Umgestaltung soll mit Geld aus dem neuen Fördertopf „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ bezahlt werden, von dem Riesa nun profitiert. Das Konzept sieht vor, nicht nur die Hauptstraße weiter zu entwickeln, sondern auch den Puschkinplatz selbst, die Elbstraße und die Straße An der Gasanstalt. Für den westlichen Teil der Hauptstraße ist dafür ein Budget von 60 000 Euro vorgesehen, das ab 2020 auf fünf Jahre verteilt ausgegeben werden soll.

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