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Warum die Stadt einen neuen Einkaufsmarkt ablehnt

Eine Fläche an der B 96 lockt immer wieder Interessenten. Doch die haben schlechte Karten.

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Von Romy Kühr

Nun ist es endgültig: einen neuen Supermarkt auf der Abrissfläche der Kunerschen Fabrik an der B 96 wird es in Ebersbach nicht geben. Seit die Stadt die Fabrikbrache im Jahr 2012 hat abreißen lassen und die Fläche begrünte, hatte sie schon mehrere Anfragen von Firmen. Unter anderem wollte Edeka hier bauen, zuletzt interessierte sich Rewe für das Grundstück. Doch der Stadtrat von Ebersbach-Neugersdorf hat jetzt eine Grundsatzentscheidung zu dem Thema getroffen. Die lautet: Nein, wir wollen hier keinen Supermarkt. Stadt und Räte nennen gute Gründe, warum sie jetzt auch Rewe eine Absage erteilen wollen.

Grund 1: Flutschutz

hat Vorrang

Etwa die Hälfte der Fläche darf ohnehin nicht bebaut werden. Dieser Teil ist als Überflutungsbereich für die Spree im Falle eines Hochwassers vorgesehen. Wird die Abrissfläche bebaut, könnte der Fluss, der hier die B 96 unterquert, große Schäden anrichten

Grund 2: Stadtbild

leidet unter Bebauung

„Städtebaulich wäre ein Supermarkt an dieser Stelle nicht der Renner“, sagt Bernd Noack. In der Nachbarschaft befinden sich hauptsächlich Ein- bis Zweifamilienhäuser, viele davon in Umgebindebauweise. Das ist einer der Gründe, weshalb die Stadträte schon

Grund 3: Versorgung

in der Stadt ist ausreichend

In Ebersbach-Neugersdorf gibt es sechs Discounter und mit Kaufland auch einen sogenannten Vollsortiment-Markt. Das bezeichnet Bernd Noack als vollkommen ausreichend. Die Statistik verdeutlicht das: „Wir haben damit rein rechnerisch 0,9 Quadratmeter Verkau

Grund 4: Einzelhändler

werden verdrängt

Bernd Noack von der Stadt fürchtet, dass der einheimische Handel darunter leidet, wenn es immer mehr große Märkte gibt. In der Stadt gibt es auch kleine Einzelhändler, die Lebensmittel verkaufen. Deren Läden sind dort, wo Kunden bequem zu Fuß hinkommen. R