SZ +
Merken

Warum es bei der Kreuzung Jesau-Deutschbaselitz noch immer klemmt

Kamenzer Leser wollen wissen, wann sie wieder geöffnet wird. Amtsleiter Andreas Biesold bleibt optimistisch: Es geht los!

Teilen
Folgen

Von Frank Oehl

Die Kreuzung in Jesau-Deutschbaselitz bleibt ein Dauerbrenner unter den Anfragen am SZ-Lesertelefon – wie jüngst wieder von Roland Thies. Seit Jahren ist die Durchfahrt nach Deutschbaselitz gesperrt. Im Oktober sollte ein neuerlicher Anlauf starten, das zu verändern. Aber nichts tut sich. Andreas Biesold, Chef der zuständigen Straßenbaubehörde in Bautzen, räumt ein: „Es klemmt zurzeit an der Baufirma. Sie konnte das benötigte Material für die Sichtschutzwände nicht zeitgerecht beschaffen.“ Nach Information seines Amtes könnte die Firma aber Mitte dieser Woche mit den Bauarbeiten an der Kreuzung beginnen. Die SZ-Leser sind gespannt. Eigentlich sollte noch in diesem Jahr die Kreuzung wieder frei sein. Ob’s klappt?

Auf keinen Fall wird 2012 die Fichtestraße in Kamenz-Ost wieder befahrbar sein. Leser wie Siegfried Rüttinger drängen drauf, dass das Thema des freien Zuganges zum Neubaugebiet nicht einfach von Amts wegen beendet wird. „Eine Befragung der Anwohner und Nutzer in Kamenz-Ost sollte schon stattfinden, bevor man sich auf Mehrheiten beruft.“ Wie zu hören ist, plant der CDU-Stadtverband ein öffentliches Bürgerforum zum Thema. Die SZ bleibt dran.

Bernd Hollas aus Brauna hatte jetzt ein ganz anderes Problem angesprochen. Er war am 31. Oktober bei Verwandten in Deutschbaselitz zu Gast und geriet dort in einen Streit hinein. Dieser bezog sich darauf, dass an diesem Feiertag am Vormittag laute Baggerarbeiten am Deichweg durchgeführt wurden, was zu Anwohnerprotesten führte. Angeblich habe eine Sondergenehmigung vorgelegen. Der Leser fragt: „Wie ist in solchen Fällen die Rechtslage? Ist die Stadt in einen solchen Genehmigungsprozess eingebunden?“ Offenbar nicht, wie Stadtsprecherin Gisela Seidel mitteilt. „Für gewerbliche Sonntagsarbeit wird eine Ausnahmegenehmigung benötigt. Diese wird vom Gewerbeaufsichtsamt beim Landkreis erteilt“, so Dr. Seidel. Nachfragen oder Beschwerden – auch der nachbarschaftlichen Art – müssten also beim Kreis eingehen. Ob die Antwort befriedigend ausfällt, bleibt abzuwarten. Waltraud Zielke aus Großröhrsdorf hatte sich über die Enge der Umleitungsstrecke auf der Lichtenberger Straße beklagt. Die Straßenverkehrsbehörde des Kreises war noch mal vor Ort und teilt mit: „Vor dem Wohnhaus von Frau Zielke ist eine etwa 5,50 m breite Fahrbahn und ein 2,50 m breiter Gehweg. Das ist für die gegebenen Verkehrsbedürfnisse ausreichend.“ Eine Gehwegbefahrung habe man in einer halben Stunde nicht feststellen können, so Pressesprecher Gernot Schweitzer. „Was nicht heißen soll, dass das nicht vorkommen kann. Die Regel ist es aber sicher nicht.“ Von der Freigabe der Straße Bretnig - Ohorn und der A 4-Anschlussstelle Ohorn erwarte man eine spürbare Entlastung der Lichtenberger Straße.

Auf die Kritik zu den defekten Bänken im Kamenzer Forst hat das Kamenzer Rathaus übrigens reagiert: „Leider müssen wir immer wieder zerstörte Bänke feststellen“, so Dr. Seidel. „Wir werden die Bänke zeitnah reparieren.“