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Großenhain

Bald Schulabgänger – und dann?

Über 50 Unternehmen präsentieren sich am Sonnabend im Schloss und im Berufsschulzentrum. Warum sie zum Ausbildungsmarkt kommen.

Mit der VR-Brille die virtuelle Welt ergründen: Beim Ausbildungsmarkt am Sonnabend wollen Aussteller den künftigen Schulabgängern buchstäblich die Augen öffnen, welche Möglichkeiten es gibt.
Mit der VR-Brille die virtuelle Welt ergründen: Beim Ausbildungsmarkt am Sonnabend wollen Aussteller den künftigen Schulabgängern buchstäblich die Augen öffnen, welche Möglichkeiten es gibt. © Anne Hübschmann

Großenhain. Timmy Held ist Unternehmer durch und durch. Seine Metallbau-Firma am Großenhainer Stadtrand ist über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Doch ihm geht es wie so vielen Geschäftsführern: Nachwuchs unter jungen Leuten zu finden, ist schwer wie nie zuvor. Dabei kann er das für seine Branche gar nicht wirklich nachvollziehen. "Es ist doch ein schönes Gewerk", sagt Timmy Held. 

Beim Großenhainer Ausbildungsmarkt am Sonnabend wird er neben mehr als 50 weiteren Unternehmen im Kulturschloss präsent sein und versuchen, eine Lanze für das Handwerk generell zu brechen.  Handwerk sei abwechslungsreich. Und das wolle er vermitteln. Und perspektivisch sieht er das Handwerk seit jeher auf einem guten Weg. 

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Das Autohaus Dresden bildet sowohl kaufmännisch als auch handwerklich aus - und kümmert sich im besonderen Maße um seine Schützlinge.

Gemeinsam mit anderen Unternehmen aus dem Innungsbezirk Riesa-Großenhain werden beispielsweise die Beruf des Metallbauers/Fachrichtung Konstruktionstechnik als Berufsausbildung mit Abitur angeboten. Nach Helds Ansicht eine gute Möglichkeit, sich den weiteren Bildungsweg offenzuhalten. Grundsätzlich aber sei wichtig, sich perspektivisch jederzeit um Nachwuchs im eigenen Unternehmen umzuschauen. Auch deshalb hofft er auf das Event am Sonnabend in Großenhain.

Kerstin Schurz, Leiterin des Beruflichen Schulzentrums "Karl Preusker", freut sich auf den Sonnabend. Im Komplex auf der Industriestraße wird sich ihre Einrichtung präsentieren. Wie bei jedem Ausbildungsmarkt und doch mit Neuigkeiten. Denn das BSZ steht ab dem neuen Schuljahr vor einer neuen Herausforderung. 

Denn künftig werden bundesweit die bisherigen Ausbildungen zum Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Altenpfleger zusammengefasst. Absolventen der neuen Berufsausbildung nennen sich dann Pflegefachkräfte. Noch, so Kerstin Schurz, sei innerschulisch vieles dafür in der unmittelbaren Planung. Doch wer sich inhaltlich damit auseinandersetzen möchte und Interesse an dem Beruf hat, der sollte sich den Sonnabend nicht entgehen lassen.

Die Berufsberater der Riesaer Arbeitsagentur sind zum Ausbildungsmarkt an beiden Standorten mit einem Informationsstand vertreten und stehen für alle Fragen zum Thema Ausbildung und Studium zur Verfügung. Gleichzeitig präsentieren sie auch die Bundesagentur für Arbeit als Arbeitgeber und informieren über die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im eigenen Haus.

Los geht's am Sonnabend um 9.30 Uhr sowohl im Schloss als auch auf der Industriestraße. Wer beide Standorte besuchen will, kann einen kostenlosen Pendelbusverkehr nutzen, der bis zum Ende der Veranstaltung gegen 13 Uhr verkehrt.

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