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Warum fliegt Dynamo zu einem Testspiel?

Am Freitag reisen die Dresdner nach Stuttgart, der Aufwand scheint gewaltig. Der Trainer findet das nicht – im Gegenteil.

Beim Test im Juli 2017 kämpft Pascal Testroet gegen zwei Stuttgarter um den Ball.
Beim Test im Juli 2017 kämpft Pascal Testroet gegen zwei Stuttgarter um den Ball. © Robert Michael (Archiv)

Es ist der letzte Test vor dem Start in die restliche Zweitliga-Rückrunde, die Generalprobe quasi. In der möchte der Trainer sehen, „wo der Schuh noch drückt“, wie es Markus Kauczinski formuliert. Und dafür braucht es einen entsprechenden Gegner. Mit dem Ligakonkurrenten und Tabellendritten VfB Stuttgart hat den Dynamo zweifelsohne gefunden. Doch die Partie am kommenden Freitag um 13.30 Uhr wird im Robert-Schlienz-Stadion in Stuttgart und damit auf dem Trainingsgelände des VfB ausgetragen. Das sind gut 500 Kilometer – für eine Strecke. Warum so viel Aufwand für ein Freundschaftsspiel?

Kauczinski wundert sich auch ein bisschen, allerdings über die Frage. Für ihn ist klar: „Einfacher kann man es gar nicht haben.“ Dynamo reist nämlich nicht mit dem Mannschaftbus, sondern steigt ins Flugzeug. Das hebt 8.15 Uhr in Klotzsche ab, zurück geht es um 18.35 Uhr. „Wir fliegen eine Stunde hin, spielen und fliegen dann eine Stunde zurück. Jede Busfahrt nach Berlin dauert länger“, argumentiert Kauczinski. Die Rechnung ist stimmig.

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„Stuttgart hatte uns angeboten, dass wir uns auf der Hälfte treffen, aber da hätten wir auch für eine Strecke drei, vier Stunden im Bus gesessen“, erklärt der Trainer. So ist es komfortabler, für allem für den VfB, der sich überhaupt nicht fortbewegen muss. Der Ex-Bundesligist beteiligt sich deshalb womöglich an den Reisekosten der Schwarz-Gelben. Eine entsprechende Anfrage an Dynamo blieb unbeantwortet. 

Denn teuer ist das Ganze schon. Gut 470 Euro muss man für Hin- und Rückflug am Freitag bezahlen. Reisen die Dresdner mit 24 Leuten, kommen mehr als 11.000 Euro zusammen. Vielleicht erhält der Verein jedoch Sonderkonditionen.

Ernsthafte Alternativen hätte es nicht gegeben, sagt Kauczinski. Die erste und die dritte Liga spielen bereits. Außerdem hat Dynamo eine gute Testspielerfahrung mit Stuttgart. Im Juli 2017 gewann das Team von Uwe Neuhaus mit 2:1, reiste allerdings nur eine Stunde mit dem Bus ins bayerische Heimstetten. Die Mannschaft absolvierte zu dieser Zeit ein Trainingslager in Bad Gögging. Damals sahen 1.000 Fans zu, diesmal sind sie ausgeschlossen.

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