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Was zieht sie von Görlitz weg?

Die Wirtschaftsexpertin Heike Zettwitz sagt im SZ-Gespräch, warum sie nach Lübben wechselt und was ihr in Görlitz ans Herz gewachsen ist.

Heike Zettwitz an ihrem Schreibtisch im Görlitzer Landratsamt
Heike Zettwitz an ihrem Schreibtisch im Görlitzer Landratsamt ©  Nikolai Schmidt

Frau Zettwitz, Gratulation zu Ihrer Wahl zur Beigeordneten im Landkreis Dahme-Spreewald. Was zieht sie von Görlitz weg?

Die Gründe liegen ausschließlich in meinem persönlichen Umfeld, es hat nichts mit meiner Tätigkeit im Landkreis zu tun.

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Das hatte auch schon Landrat Bernd Lange in seiner Stellungnahme erklärt?

Ja, es stimmt ja auch.

Und warum dann Lübben?

Ich habe mich um verschiedene Aufgaben bemüht, am Ende war meine Bewerbung um die Beigeordneten-Stelle in dem brandenburgischen Landkreis erfolgreich.

Was nehmen Sie mit aus Ihrer dreijährigen Görlitzer Tätigkeit, was ist Ihnen ans Herz gewachsen?

Görlitz, die Oberlausitz, der Landkreis werden immer mit meinem Herzen verbunden bleiben. Was mir sehr wichtig geworden ist, waren die Bemühungen der Menschen in Ostritz, nicht als rechtsextremer Ort zu gelten. Aber natürlich waren auch Fragen der Strukturentwicklung im Landkreis für mich wichtig. Ich möchte das alles so regeln, dass ich es geordnet übergeben kann.

Dass Sie zuerst Ostritz nennen, überrascht mich jetzt. Ich hätte gedacht, Breitband und Strukturwandel wären für sie wichtiger gewesen?

In Ostritz sind ganz konkret Menschen betroffen von den Aufmärschen der Rechtsextremen. Sie engagieren sich dagegen, stecken ihr Herzblut da rein, ein anderes Gesicht vom Landkreis zu zeigen. Das finde ich sehr unterstützenswert. Verstehen Sie mich nicht falsch: Auch vom Breitbandausbau sind viele Menschen betroffen, aber aus Sicht des Amtes geht es letztlich doch nur darum, Kabel zu verlegen. Ich bin aber sehr froh, dass es uns geglückt ist, in alle Förderprogramme zu kommen und dass Ende September die Enso in einem kleinen Löbauer Stadtteil mit den Arbeiten für den Ausbau beginnen wird.

Wann wechseln Sie nach Lübben?

Das steht noch nicht genau fest. Der Landkreis Dahme-Spreewald sähe es gern, wenn ich zum 1. November meinen Dienst in Lübben beginne.

Aber dann steht sicher noch kein Nachfolger für Sie in der Görlitzer Landkreisverwaltung fest.

Das weiß ich nicht, es liegt aber auch nicht in meiner Hand.

Sie werden für ähnliche Dinge in Lübbeln zuständig sein wie hier in Görlitz?

Teilweise, ich werde als Beigeordnete für das Straßenverkehrsamt, das Bauwesen, die Umweltbehörden und das Vermessungsamt zuständig sein.

Der Landkreis Dahme-Spreeewald ist auch für die Baugenehmigungen des neuen Berliner Großflughafens BER zuständig. Als der Baustopp verhängt wurde, war das Lübben. Das Thema wird sie also auch beschäftigen.

Auf alle Fälle. Baugenehmigungen gehören zu meinem Ressort dazu.

Sehen Sie Parallelen zwischen den beiden Landkreisen?

Sie sind schon sehr verschieden. Und auch die Landratsämter müssen sich ja bei aller Gleichheit der Aufgaben doch nach verschiedenen Landesgesetzgebungen richten. Und sicher wird auch die Mentalität der Menschen eine andere sein.

Den Lübbener Kreistag haben Sie ja schon sehr überzeugt, sie erhielten 44 von 46 Stimmen?

Ja. Aber ich mache davon nicht so viel Aufhebens.

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