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Görlitz

Warum Hornbach in Feierlaune ist

Seit 25 Jahren gibt es den Görlitzer Markt. Fast jeder dritte Mitarbeiter ist von Anfang an dabei - und hat schon einige Veränderungen mitgemacht.

Petra Symyank sortiert Sonnenblumen in der Gartenabteilung bei Hornbach in Görlitz ein.
Petra Symyank sortiert Sonnenblumen in der Gartenabteilung bei Hornbach in Görlitz ein. © Nikolai Schmidt

Der Herbst kann kommen. Hornbach ist gewappnet. Zwar trägt Petra Symyank noch Sonnenblumen in die Regale der Gartenabteilung. Aber die Zeichen stehen ganz klar auf die etwas kühlere Jahreszeit. Was nicht bedeutet, dass es nicht grünen und blühen kann. Aber eben etwas anders, als im Sommer, ein neues ein anderes Sortiment eben. „Die Herbstvorbereitungen laufen bei uns auf vollen Touren“, sagt Corinna Seffner. Sie ist die Marktleiterin bei Hornbach an der Robert-Bosch-Straße in Görlitz und Chefin für 68 Mitarbeiter. Am Sonnabend steht hier eine Feier an: Der Markt wird 25 Jahre alt. 20 Mitarbeiter sind von Anfang an dabei. Sie werden am Sonnabend besonders geehrt.

Einer von ihnen ist Andreas Böttcher. Er ist Chef der Gartenabteilung. 1991 kam der Dresdner nach Görlitz, seit 1994 arbeitet er hier bei Hornbach. „Tja, die Veränderungen“, sinniert er über das vergangene Vierteljahrhundert. Vor allem die Technik, die ist eine andere geworden. „Das gesamte Bestellsystem hat sich geändert. Anfangs sind wir mit einer Preispistole herumgelaufen, hatten Hefter, in denen die Produkte mit Bildern zu sehen waren“, schildert er. „Heute“, sagt Andreas Böttcher, „haben wir so etwas.“ Er legt einen Tabletcomputer auf seinen Informationstresen. 

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Das Internet ist ein fester Bestandteil bei Hornbach geworden. Vieles hat sich damit für die Kunden vereinfacht. Sie können beispielsweise Zuhause am Rechner auswählen, die Ware dann im Markt abholen. „Damit entfallen zum Beispiel die Versandkosten“, sagt Andreas Böttcher. Aber bei aller modernen Technik: Wenn es um den Pflanzenkauf geht, schauen die Hornbach-Kunden dann doch lieber selbst vorbei. Verständlich, findet der Chef der Gartenabteilung. Schließlich will man sehen, wie gut das Grün im Saft steht. „Das geht über das Internet eher schlecht“, schmunzelt Andreas Böttcher.

Gartenmarktchef Andreas Böttcher freut sich übers Grün.
Gartenmarktchef Andreas Böttcher freut sich übers Grün. © Pawel Sosnowski

12.000 Quadratmeter umfasst der Hornbach-Markt in Görlitz. Äußerlich hat er sich in den vergangenen 25 Jahren kaum verändert, innen allerdings schon. „In den vergangenen Jahren wurden viele Abteilungen modernisiert“, sagt Chefin Corinna Seffner. Erst in diesem Jahr bekam der Markt eine neue Sanitär-Installationsabteilung. „Die ist auch für Profis gedacht“, sagt Corinna Seffner. Unter den Kunden befinden sich etlich aus dem Nachbarland. Wie groß der Anteil ist, kann die Hornbach-Chefin schwer einschätzen. „Anfangs kamen die polnischen Kunden vor allem wegen Baustoffen. Das hat sich gewandelt. Heute schauen sie auf Hochwertiges, etwa im Sanitärbereich“, sagt Corinna Seffner. Manches Produkt muss dann erst bestellt werden. 

Überhaupt: Die Produktpalette habe sich in wenigen Jahren stark geändert. Was vor der Jahrtausendwende kaum vorstellbar war, heute liegt es in den Regalen. Stichwort: Smarthome beispielsweise. „Einen Rasenroboter programmieren und ihn losschicken, per Handy kein Problem. Rollladen und Heizung lassen sich so von der Arbeit aus steuern“, schildert Andreas Böttcher. Die Technik sei inzwischen ausgefeilt.

Technik, die ist auch marktintern ein Thema. Als nächste größere Veränderung steht die Beleuchtung bei Hornbach an. Sie soll komplett auf LED umgestellt werden. „Für die alten Lampen ist es schon schwierig, heute noch Ersatzleuchten zu bekommen“, sagt Corinna Seffner. Die Marktchefin ist ebenfalls schon 25 Jahre Hornbach verbunden, nicht ständig aber mit dem Görlitzer Markt. Bei der Eröffnung war sie noch dabei, später zehn Jahre lang im Einkauf unterwegs. „Weltweit, unter anderem in Asien“, sagt sie. Vor fünf Jahren hat sie den Görlitzer Markt übernommen, natürlich mit einer vorausgehenden Weiterbildung. „Das A und O in einem Markt wie diesem ist das Team, das alles läuft. Und das tut es hier“, sagt sie.

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