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Warum ist die Straße in Steina so dreckig?

Vom Areal des ehemaligen Steinbruches bringen Laster eine Menge Schmutz auf die Straße. Kupferdiebe sind Schuld.

Von Sylvia Mende

Die Kreisstraße vor dem ehemaligen Steinbruch ist ständig verdreckt. Das ärgert nicht nur die Anwohner von Steina. Die Straße ist ein ausgewiesener Radwanderweg und wird von vielen genutzt, um das Hasennest, ein beliebtes Ausflugsziel, zu erreichen. Auch die Gäste, die zur Gaststätte Merkur fahren, sind verärgert, wenn sie durch den Schlamm fahren müssen. Außerdem ist eine rutschige Straße eine Gefahrenquelle.

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„Das Auto wird dreckig, wenn man an der Ausfahrt des ehemaligen Steinbruches vorbeifährt. Der Dreck wird auch nur selten weg gemacht und liegt meist auch am Wochenende. Das stört mich extrem“, so ein Leser des Döbelner Anzeigers. Der habe sich schon beim Ordnungsamt der Stadt beschwert, allerdings mit wenig Erfolg. Das ist wiederum nur dafür verantwortlich, es der zuständigen Stelle des Landratsamtes zu melden, da es sich um eine Kreisstraße handelt. Auf Anfrage des Döbelner Anzeigers, was das betreffende Amt wegen der Verschmutzung unternommen hat, gab es noch keine Antwort. Dafür erklärte Lutz Eidam, der Betriebsleiter der Firma Remex aus Chemnitz, warum es zu dieser Verschmutzung gekommen ist.

„Normalerweise werden von den Lastwagen, die das Firmengelände verlassen, die Reifen gewaschen, damit die Straße sauber bleibt“, so Lutz Eidam. Vor einigen Wochen haben Diebe das Kabel abgehackt, das für den Betrieb der Wasserpumpe benötigt wird. Dieses Wasser wird wiederum für die Reifenreinigung benötigt. „Die Pumpe hängt 24 Meter tief. Aufgrund des abgehackten Kabels gab es in der Pumpe einen Kurzschluss. Deshalb musste sie ausgewechselt werden“, erklärte der Betriebsleiter. Aufgrund der langen Bestellzeiten habe das einige Wochen gedauert. Seit dieser Woche soll die Pumpe, die 2 400 Liter pro Minute Wasser aus dem Brunnen drückt, wieder laufen. Außerdem gebe es eine Vereinbarung zur regelmäßigen Reinigung der Straße zwischen der Straßenmeisterei und einem Containerdienst.

Die Firma Remex aus Chemnitz rekultiviert den ehemaligen Steinbruch, damit dieser künftig wieder von der Landwirtschaft genutzt werden kann. Deshalb sind die Erdtransporte notwendig. Das Bergbauamt und die Landesdirektion kontrollieren dieses Projekt.

Ortsvorsteherin Carin Lau kennt das Problem. Bei ihr haben sich schon einige Radfahrer beschwert. Bei Trockenheit sei die Straße staubig und bei Nässe schlammig. Carin Lau bedauert den Dienstahl der Pumpe. Sie meint aber, dass sich die Firma kümmern müsse, dass die Straße sauber bleibt.