merken
PLUS Riesa

Warum ist die Treppe am Bahnhof schon kaputt?

Unübersehbar warnen Schilder vor Gehwegschäden. Dabei wurde die Anlage in Riesa erst vor elf Jahren eingeweiht.

Achtung beim Abstieg: Die erst elf Jahre alte Treppe am Riesaer Bahnhof macht Ärger.
Achtung beim Abstieg: Die erst elf Jahre alte Treppe am Riesaer Bahnhof macht Ärger. © Sebastian Schultz

Riesa. Passanten wundern sich: Große schwarze Ausrufezeichen im roten Dreieck warnen am Riesaer Busbahnhof vor Gehwegschäden. Gleich zwei Schilder stehen oben und unten an der Treppe, die das Bahnhofsareal mit dem Pendlerparkplatz oberhalb verbindet.

Üblicherweise stehen solche Schilder an Gehsteigen, die ihre besten Zeiten schon hinter sich haben. Aber die Treppenanlage am Bahnhof ist nicht Jahrzehnte alt, sondern wurde erst 2009, vor elf Jahren, eingeweiht. Laut Riesaer Chronik wurde sie am 10. Juni 2009 eingeweiht - als die neue Bus-Bahn-Übergangsstelle nach zwei Jahren Bauzeit freigegeben worden war. Landrat Arndt Steinbach (CDU) hatte die Haltestelle gemeinsam mit der damaligen Riesaer Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer eingeweiht. Gekostet hatte der ganze Busbahnhof mehr als 3,3 Millionen Euro.

Anzeige
Eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage
Eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage

In Hainichen kann ab sofort sicher, sorglos und sozial wertvoll Geld angelegt werden.

Und warum ist die Treppe nun schon wieder kaputt? Aufgestellt worden seien die Warnschilder schon vor Monaten, sagt Rathaus-Sprecher Uwe Päsler. Ursprünglich hätten sie vor defekten Bodenplatten gewarnt, die Blinden als Leitsystem dienen. Bereits im April habe die Stadt die grauen Platten mit den Rillen erneuern lassen. Man habe die Warnschilder aber stehenlassen - weil die Beschichtung der Stufen schadhaft ist.

Von einer "maroden" Treppe will Uwe Päsler deshalb aber nicht sprechen: Sie sei in ordnungsgemäßem Zustand. "Eine Gefahr für die Benutzer besteht nicht."

Derzeit bereite man im Stadtbauamt eine Ausschreibung vor, um die obere, rutschhemmende Schicht aus Epoxydharz auf den Stufen zu reparieren oder zu ersetzen. "In der Tat war beim Bau 2008 nicht erwartet worden, dass sich die Schicht so schnell abläuft", sagt Uwe Päsler.

Das Bauvorhaben hatte seinerzeit offenbar ohnehin nicht unter einem guten Stern gestanden: Im November 2008 hatte die Stadt mitgeteilt, dass sich die Arbeiten am Riesaer Busbahnhof verzögern könnten: Damals waren bereits drei mit Pflasterarbeiten beauftragte Unternehmen pleite gegangen, so dass die Stadt eine vierte Firma suchen musste. Begonnen hatten die Arbeiten im Juni 2007 - um erst zwei Jahre später fertig zu werden. Seitdem ist der Bahnhof behindertenfreundlicher und bietet deshalb neben der Treppe auch eine Rampenanlage hoch zum Parkplatz.

Mehr lokale Nachrichten aus Riesa lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Riesa