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Warum Liegau schneller baut als Berlin

Gleich bei zwei wichtigen Bau- Maßnahmen liegt Liegau im Plan. Das macht die Berliner neidisch…

Von Jens Fritzsche

Im Radeberger Ortsteil Liegau-Augustusbad sind derzeit mindestens so viele Bauarbeiter aktiv, wie auf der Dauerbaustelle des neuen Berliner Großflughafens. Nur, dass die Arbeiten in Liegau – anders als bekanntlich in Berlin – in Kürze abgeschlossen sein werden. Während der jüngsten Ortschaftsratssitzung konnte Liegaus Ortsvorsteher Gabor Kühnapfel (SPD) jedenfalls verkünden, dass im Mai gleich zwei wichtige Baustellen im Ortszentrum zu den Bau-Akten gelegt werden können. Die Arbeiten am Winkelweg beispielsweise sollen spätestens Ende Mai erledigt sein, so Kühnapfel. „Da wird dann etwas richtig Tolles entstanden sein“, schwärmte er schon mal. Denn der Winkelweg bekommt derzeit ein spannendes neues Gesicht mit modernen - sogenannten – Gabionenwänden, in Gitterkäfigen befestigten Feldsteinen. Nicht weit entfernt wird derzeit auch auf dem Hof-Areal zwischen der Kita, der Heimatstube und der leer stehenden Gaststätte Silberdiele direkt an der Hauptstraße gebuddelt. Für runde 100 000 Euro bekommt der Hof bekanntlich einen schmucken Biergarten, Treppen und „versteckte“ Mülltonnen. Damit hofft der Ortsteil, endlich einen neuen Pächter für die in städtischer Hand befindliche Gaststätte zu finden. Die Ortschaftsräte sind da jedenfalls recht optimistisch – und Ortsvorsteher Kühnapfel konstatierte, „dass man jetzt schon durchaus erkennen kann, wie es mal aussehen wird!“ Die Fertigstellung ist für den 9. Mai geplant. „Und das schaffen die Bauleute auch“, ist der Ortsvorsteher überzeugt.

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"Was hast du zu essen mit, Mama?"
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Kaum sind die ersten Meter zurückgelegt, ertönt lautstark diese Frage. Denn so schön das Wandern ist, ohne Picknick ist der Spaß nur halb so groß.

Bereits fertiggestellt ist der Anbau ans Feuerwehrgerätehaus am Grundmühlenweg. Vor gut anderthalb Wochen wurde die Unterstellmöglichkeit fürs Schlauchfahrzeug samt der Räume für die Jugendfeuerwehr offiziell eingeweiht. „Da sind insgesamt in den vergangenen Jahren rund eine Million Euro in die Feuerwehr in Liegau investiert worden“, freute sich Gabor Kühnapfel auch während der Ortschaftsratssitzung noch. „Da muss man der Stadt Radeberg einfach mal ein großes Dankeschön sagen, die ja bekanntlich trotz vager Fördermittelzusagen in Vorkasse gegangen ist, auf die Gefahr hin, das Geld im Ernstfall ganz ohne Unterstützung des Freistaats ausgeben zu müssen“, machte der Ortsvorsteher deutlich.