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Warum die  Polikliniken so erfolgreich sind

Häufig treten sie an die Stelle von niedergelassenen Ärzten. Die Patienten stört es nicht.

Symbolbild ©  dpa

Fast schien es so, als wenn die Zeit über die Medizinischen Versorgungszentren hinweggegangen wäre, die seit 2004 möglich sind. Ende 2013 schloss das MVZ der Malteser im Görlitzer City-Center. Doch es handelte sich, wie die Jahre darauf zeigen sollten, nicht um ein Menetekel für diese Zentren, sondern war nur ein Zeichen für besondere Probleme an diesem Standort. Denn schon zuvor und seitdem erst recht sprießen Medizinische Versorgungszentren wie Pilze aus dem Boden. Oftmals werden sie als Polikliniken wie zu DDR-Zeiten bezeichnet. Das ist zwar nicht richtig; das Prinzip aber – eine fachübergreifende, ärztlich geleitete Einrichtung – ähnelt sich schon. Das Zittauer Krankenhaus eröffnete ein solches Zentrum 2011 für „Inneres/Gastroenterologie“ und „Transfusionsmedizin“. Noch früher schlug auch der Martinshof Rothenburg diesen Weg ein und gründete ebenso ein Medizinisches Versorgungszentrum, in dem heute ein Allgemeinmediziner, ein Hautarzt, ein HNO- und ein Augenarzt, ein Frauenarzt und ein Psychiater praktizieren. Die Malteser in Görlitz fassten auch wieder Mut und gründeten Anfang 2018 eine chirurgische Poliklinik, an der mittlerweile auch eine Allgemeinärztin tätig ist. Und das Städtische Klinikum in Görlitz überlegt noch immer, ob es diesen Vorbildern nicht folgen soll. Spektakulär war auch die Übernahme der Augenpraxis Roy in Görlitz durch das Medizinische Versorgungszentrum des Städtischen Klinikums Dresden. Nun also auch die Rothenburger Orthopädie.

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