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Warum Zabeltitz kein Internet hatte

Anwohner hatten Vodafone Vorwürfe gemacht. Das Unternehmen räumt Probleme ein, die aber nun dank einer neuen Mobilfunk-Station behoben sind.

Zum Funkturm Treugeböhla gab es zuletzt einige Diskussionen, weil in Zabeltitz kein Internet vorhanden war. Das hatte aber offenbar ganz andere Ursachen.
Zum Funkturm Treugeböhla gab es zuletzt einige Diskussionen, weil in Zabeltitz kein Internet vorhanden war. Das hatte aber offenbar ganz andere Ursachen. © Kristin Richter

Zabeltitz. Beate Josko ist zufrieden und einigermaßen erschüttert zugleich. Wochenlang hatte die Zabeltitzerin Probleme mit dem Internet in ihrem Heimatort. Ihre Anfrage beim Anbieter Vodafone verlief seinerzeit mehr oder weniger unbefriedigend. Zwar räumte Vodafone ein, dass es Probleme mit der örtlichen Mobilfunkstation gibt. Dich wann diese behoben werden, konnte nicht gesagt werden. 

Eine spätere Nachfrage ihrerseits habe ergeben, "dass der Sendemast in Treugeböhla nicht mehr zu reparieren war und daher am 07. August mit dem Aufbau eines neuen Sendemastes begonnen wurde", so Beate Josko. Bis zu dessen Inbetriebnahme könnten drei Monate vergehen.  So lange würden die Zabeltitzer Vodafone-Kunden von Vodafone quasi "im Regen stehengelassen". 

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Der Konzern reagierte auf Anfrage der SZ prompt. "Vodafone hat rund 100.000 Euro investiert, um die Mobilfunk-Infrastruktur in Zabeltitz deutlich und nachhaltig zu verbessern", so Konzernsprecher Volker Petendorf.  Während die Mobilfunkversorgung für den Ort bislang über einen Standort in Gröden erfolgte, habe Vodafone nunmehr am 7. August vor Ort eine Mobilfunk-Station auf dem Zweitannenweg in Zabeltitz in Betrieb genommen. Dabei habe Vodafone seine Mobilfunktechnologie für Mobilfunk (GSM) und für mobiles Breitband (LTE) an dem bestehenden Mobilfunkmast der Deutschen Funkturm installiert, an das weltweite Telekommunikationsnetz angebunden und in Betrieb genommen. "Die nun erstmals vor Ort verfügbaren LTE-Antennen ermöglichen Handygespräche in kristallklarer Qualität sowie Breitbandinternet für unterwegs und zuhause in bester Qualität", sagt Volker Petendorf.

Dank LTE könnten die Nutzer zum Beispiel HD-Filme blitzschnell downloaden, Musikvideos in Top-Qualität genießen und Live-Übertragungen von großen Kultur- und Sportereignissen auch unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet in HD-Qualität anschauen. LTE sei zudem für viele Haushalte in der Region jetzt eine echte Festnetz-Alternative zu kupferbasierten DSL-Leitungen. "Vodafone hat die Investitionskosten für seine neue LTE-Mobilfunkanlage komplett aus eigenen Mitteln getragen", fügt Petendorf hinzu.

Das Unternehmen ist inzwischen den Netzproblemen von Beate Josko auch nach Inbetriebnahme der neuen Station nachgegangen. Nach Prüfuing durch den Technischen Kundenservice ergab sich, dass die Zabeltitzerin LTE als Festnetzersatz für zu Hausenutz, an ihrem Router aber die LTE-Funktion aufgrund einer Fehlinformation leider ausgeschaltet hatte. Prompt wurde der Router wieder umgestellt - und sofort war die LTE Verbindung bei ihr zu Hause wieder da - "dank der neuen LTE-Station in Zabeltitz auch in bester Qualität", so Volker Petendorf.

Das ganze Szenario hat bei Beate Josko trotz glücklichem Ausgang dennoch Fragen hinterlassen. Dass sie innerhalb kurzer Zeit mehrere verschiedene Varianten zum Vorgang zur Kenntnis bekam, sei im Zeitalter der schnellen Kommunikation "einfach beschämend".

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