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Was an den Schlegler Teichen passiert ist

Im Naherholungsgebiet haben einige Stammgäste und Fans einfach mal Hand angelegt - und Ordnung gemacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Einen riesigen Berg an Schlingpflanzen haben die freiwilligen Helfer aus dem Schlegler Teich geholt.
Einen riesigen Berg an Schlingpflanzen haben die freiwilligen Helfer aus dem Schlegler Teich geholt. © Angelika Hoyer

Manch einer hat die Badesaison an den Schlegler Teichen wohl bereits abgeschrieben. Die Stadt Zittau erhielt einige Wochen zuvor vom Gesundheitsamt des Landkreises den Hinweis, dass der starke Pflanzenbewuchs im Wasser eine Unfallgefahr darstelle. Die Empfehlung: Die Sache entsprechend bekanntgeben und das Betreten des Gewässers untersagen.

Gesagt, getan. Doch da rechnete noch niemand mit dem freiwilligen Einsatz einiger Stammgäste und Fans des Naherholungsgebietes. In Eigeninitiative entfernten ein paar junge Leute aus Dittelsdorf und Hirschfelde einen Teil der Schlingpflanzen aus dem Gewässer. "Sie haben sich ein Herz gefasst und einfach damit begonnen", berichtet Unternehmer Andre Scholze, der sich in den vergangenen Monaten sehr für die Schlegler Teiche eingesetzt hat. Bei der Aktion seien sie spontan von Badegästen unterstützt worden. Am Ufer wuchs der Berg an Grünzeug schnell in die Höhe. Die Beseitigung der Schlingpflanzen, der sogenannten Wasserpest, erfolgte immer in Absprache mit der Stadt Zittau, die die Eigentümerin des Areals ist. 

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Jetzt sei im Bereich des Kinderstrandes und an der Überlaufseite wieder etwas Ordnung, fügt Andre Scholze hinzu. Nach der Aktion konnten auch die Hinweisschilder entfernt werden, mit denen die Behörden vor dem Baden in den Schlegler Teichen gewarnt haben. Die Wasserqualität sei laut Stadt schon zum damaligen Zeitpunkt nicht zu beanstanden gewesen, wie Wasserproben gezeigt haben. Deshalb kann nach Entfernung der Unfallgefahr auch wieder im Schlegler Teich gebadet werden.

Im Herbst soll das Gewässer abgelassen werden, damit die Wasserpest vollständig ausfrieren kann - vorausgesetzt, die Temperaturen fallen entsprechend tief. Den freiwilligen Helfern ist bewusst, dass sie mit ihrer Aktion nur für einige Zeit die Situation verbessert haben. Die Schlingpflanzen werden bald nachwachsen - viele der Stammgäste hoffen aber, dass das Baden noch bis zum Ende der Saison möglich ist. 

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