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Was auf die Kreischaer 2014 zukommt

Steuern und Gebühren sollen unverändert bleiben. Die Gemeinde sieht der Zukunft aber mit Sorge entgegen.

Von Sebastian Martin

Immer wieder diskutierten die Kreischaer Gemeinderäte und hinterfragten den Haushaltsentwurf für 2014. In der vergangenen Woche haben sie ihn nun endlich beschlossen – einstimmig. Die SZ fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

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Steuern und Gebühren bleiben stabil

Für das Jahr 2014 plant Kreischa keine finanzielle Mehrbelastung der Bürger. „Die Sätze für die Grund- und Gewerbesteuer sollen unverändert bleiben“, sagt Bürgermeister Frank Schöning (FBK). Auch bei den Gebühren für das Trink- und Abwasser will der kommunale Wasser- und Abwasserbetrieb KWA nicht an der Preisschraube drehen. „Die Gebührensätze werden nach der derzeitigen Kalkulation im Wasserbereich bis zum Jahre 2016 und im Abwasserbereich darüber hinaus konstant bleiben.“

Kein neuer Kredit

Nachdem Kreischa im vergangenen Jahr die Kreditermächtigung in Höhe von 750 000 Euro ausnutzen musste, um Investitionen abzusichern, will die Kommune 2014 keine neuen Schulden machen. Derzeit hat Kreischa Außenstände in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Bis zum Jahresende sollen diese um 148 000 Euro getilgt werden.

Ausgaben steigen leicht

Während die Personalausgaben (1,4 Millionen Euro) konstant bleiben, steigen die Kosten für die Kinderbetreuung leicht auf 1,45 Millionen Euro. Der Freistaat zahlt dabei einen Zuschuss von 632 400 Euro. Die Differenz muss die Gemeinde selbst aufbringen. Keine leichte Aufgabe. „Aufgrund der Einnahmesituation in den Jahren 2012 und 2013 sowie den erhöhten Schlüsselzuweisungen an die Kommune wird auch die Kreisumlage auf ein Rekordniveau in Höhe von 1,23 Millionen Euro steigen.“

Kreischa plant Investitionen

Der Schwerpunkt der Investitionen bildet die Beseitigung der Hochwasserschäden. Rund 2,78 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Der Betrag wird fast vollständig durch Fördergelder gedeckt. „Dieses Investitionsniveau zur Umsetzung des Wiederaufbauplanes wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen“, heißt es. Im Straßenbau hat mit 550 000 Euro die Fertigstellung der Ortsdurchfahrt Quohren Priorität. Weitere Investitionen fließen in den Erwerb eines Löschfahrzeuges für die Ortsfeuerwehr Lungkwitz sowie in den Ersatz und die Neuanschaffung von IT-Technik. Zudem soll der Spielplatz eine Vogelnestschaukel und die Kitas Gegenstände erhalten.

Trübe Aussichten

Sorgen bereitet der Gemeinde Kreischa die Zukunft. Denn Kommunen werden seit einem Jahr ähnlich wie Unternehmen geführt. Für laufende Kosten und den Wertverfall müssen sie Abschreibungen einplanen – auch wenn diese bei der Haushaltsbeurteilung derzeit unberücksichtigt bleiben und der Gemeinde nur buchmäßig entstehen. „Erst in den kommenden Jahren ist die Gemeinde verpflichtet, auch diesen Betrag vollständig selbst zu erwirtschaften und damit die Refinanzierung aller Investitionen im Gemeindehaushalt zu sichern“, erklärt Schöning. „Dies stellt die Gemeinde Kreischa vor eine sehr schwierige Aufgabe – so wie fast 90 Prozent aller Kommunen in Sachsen.“ Macht man von der derzeitigen gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch und betrachtet die Haushaltsergebnisse ohne Abschreibungen und Auflösungen der Sonderposten, ergibt sich für den Haushalt 2014 ein ordentliches Ergebnis – die Erträge sind etwas höher als die Ausgaben.