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Weißeritztalbahn plant schon Weihnachten

Zum ersten Mal gab es bei Bimmelbahn und Lichterglanz den längsten Weihnachtsmarkt Deutschlands. Was bei der Neuauflage 2020 besser werden soll.

Von Franz Herz
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Bimmelbahn und Lichterglanz am ersten Adventswochenende war ein voller Erfolg. Wie kann die Kapazität erweitert werden, ist nun die Frage.
Bimmelbahn und Lichterglanz am ersten Adventswochenende war ein voller Erfolg. Wie kann die Kapazität erweitert werden, ist nun die Frage. © Karl-Ludwig Oberthuer

Das erste Festival „Bimmelbahn und Lichterglanz“ entlang der Weißeritztalbahn ist gerade mal zwei Monate vorbei, da beginnen die Vorbereitungen für die zweite Auflage. In einer ersten Runde haben sich Gabriele Clauss vom Verkehrsverbund Oberelbe, Anke Eichler vom Dippser Büro des Tourismusverbands Erzgebirge sowie Mirko Froß, der Betriebsleiter der Weißeritztalbahn im Bahnhof Kipsdorf zusammengesetzt. Insgesamt waren sie  sehr zufrieden. „Wir waren alle positiv überrascht von der großen Nachfrage“, sagt Froß. Rund 10.000 Besucher waren an den verschiedenen Stationen unterwegs, 8.000 Fahrgäste hatte die Weißeritztalbahn an dem ersten Adventswochenende.

Aber mit diesem Erfolg ist die Veranstaltung schon beim ersten Mal an Grenzen gestoßen. Etliche Züge waren überfüllt. Hier haben die Veranstalter Lösungen diskutiert, wie solche Engpässe künftig vermieden werden können. „An die Züge konnten wir keine weiteren Wagen dranhängen. Mehr ging nicht“, sagt Froß. Um die Kapazität der Bahn zu erweitern und einen zusätzlichen Zug fahren zu lassen, müssten von einer anderen Strecke Loks und Wagen geholt werden. „Das ist im Dezember auch mit einem Wetterrisiko verbunden“, sagt Froß. Die Überlegungen gehen dahin, ein anderes zusätzliches Verkehrsangebot zu schaffen.

Die Veranstalter der Märkte entlang der Strecke waren überrascht vom großen Andrang, mussten beispielsweise noch Essen nachkaufen. Mehrfach kam Kritik daran, dass die Ausschilderung unzureichend war. „Hier müssen wir nachbessern, keine Frage“, sagt Anke Eichler. Der Charakter der Veranstaltungen hat sich mit dem großen Festival geändert. Es sind keine lokalen Veranstaltungen mehr für die Menschen aus dem Ort, die sich auskennen. Jetzt sind es überregionale Events mit vielen Besuchern von außerhalb, die informiert und geleitet werden müssen.

Auch wollen die Veranstalter darauf achten, dass die Zeiten, zu denen Veranstaltungen beginnen, besser auf die Ankunftszeiten der Züge abgestimmt und aufgelockert werden, sagte Christian Schlemper vom Verkehrsverbund. Im März ist noch einmal ein großes Treffen geplant mit allen Beteiligten an dem Bimmelbahn-Festival. Dazu werden auch die Vereine und Kommunen eingeladen, die sich daran beteiligen.

Kinder der Wohngruppe Haus Bergwiese der Bürgerhilfe Sachsen in Kipsdorf bekommen eine Spende  aus Erlösen und Spenden zum Festival Bimmelbahn und Lichterglanz,. Gabriele Clauss vom Verkehrsverbund (li.) und Anke Eichler vom Tourismusverband Erzgebirge (r
Kinder der Wohngruppe Haus Bergwiese der Bürgerhilfe Sachsen in Kipsdorf bekommen eine Spende  aus Erlösen und Spenden zum Festival Bimmelbahn und Lichterglanz,. Gabriele Clauss vom Verkehrsverbund (li.) und Anke Eichler vom Tourismusverband Erzgebirge (r © Egbert Kamprath

Nach dem Treffen in Kipsdorf haben die Teilnehmer noch die Kinderwohngruppe der Bürgerhilfe im Haus Bergwiese in Kipsdorf besucht. Dort übergaben sie eine Spende von 454 Euro. Das Geld ist bei Bimmelbahn und Lichterglanz zusammengekommen, wo die Besucher beim Stockbrotbacken, Verzieren von Pfefferkuchen oder beim Kauf eines Dampf-Dippels etwas bezahlen mussten, wie Gabriele Clauss, die Marketingleiterin des Verkehrsverbunds, erklärte. 

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