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Weißwasser

Was darf die Elektrik fürs Jahnbad kosten?

Die AfD empfand die Summe zu hoch. Jedoch mache es einen Unterschied, ob man privat oder öffentlich baut. Die Aufträge sind vergeben.

Das Jahnbad Weißwasser.
Das Jahnbad Weißwasser. © Archiv: Rolf Ullmann

Der Bau- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrats hat in dieser Woche zwei weitere Aufträge zur Sanierung des Gebäudes im Naturbad Jahnteich in Weißwasser vergeben. Beide Beschlüsse wurden mehrheitlich gefasst.

Für die Errichtung der Elektroanlagen hatten drei Firmen die Unterlagen abgefordert, aber letztlich nur zwei ihre Angebote abgegeben. Die geschätzten Kosten belaufen sich laut Planer auf 25.000 Euro. Das wirtschaftlichste Gebot kam mit 26.500 Euro von der Firma ERF Elektro-Elektronik GmbH aus Weißwasser, die auch den Zuschlag erhielt. 

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Der AfD-Fraktion erschien die Summe „relativ hoch“, wo man doch die Elektroinstallation eines Einfamilienhauses für 10.000 Euro bekäme, so Hermann Holdt. „Die Aufgabenstellung beinhaltete den Elektro-Anschluss des Gebäudes sowie die Schaffung der Voraussetzungen für einen Kiosk, für Toiletten und eine Mindestausstattung für die Taucher“, erklärte Baureferatsleiter Thomas Böse. Es sei schwer, ins Blaue hinein die Summe zu bewerten. Besser wäre es gewesen, wenn ihn die Stadträte dazu befragt hätten. Dann hätte er das Leistungsverzeichnis mitgebracht oder auch den Fachplaner zur Erläuterung der Kostenschätzung.

Nicht mehr als die Mindestausstattung

„Ich kann unterschreiben, dass es sich bei dem Auftrag um die Mindestausstattung handelt“, so Thomas Böse weiter. Und Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) ergänzte, dass man ja nicht wisse, ob sich besagte 10.000 Euro auf ein großes oder kleines Haus beziehen. „Außerdem macht es einen großen Unterschied in den Anforderungen, ob man ein privates Haus oder ein öffentlich genutztes Gebäude baut“, sagte er.

Für die Installation der Sanitär- und Lüftungsanlagen in dem Gebäude im Jahnbad hatten fünf Firmen in der beschränkten Ausschreibung die Unterlagen abgefordert, aber ebenfalls nur zwei ihre Angebote eingereicht. Der Planer hatte die Kosten auf 28.000 Euro angesetzt. Das günstigste Gebot kam mit 29.800 Euro von der Firma K & G Heizungsbau GmbH aus Bad Muskau. Sie bekommt den Auftrag. Der zweite Bieter hatte nach Aussage des OB nur 105 Euro darüber gelegen, was einen Unterschied von gerademal 0,4 Prozent bedeutet.

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Wie in der Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses am Dienstag noch zu vernehmen war, haben die zum Teil recht heftigen Niederschläge der vergangenen Tage zu einem sechs Zentimeter höheren Wasserstand im Jahnteich geführt.