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Was die Eingliederung für Guttau bedeutet

Das Landratsamt hat nun offiziell bestätigt, dass Guttau und Malschwitz ab Januar eine Gemeinde sind. Ein Vertrag regelt alles.

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Von Kerstin Fiedler

Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung durch die beiden Bürgermeister Matthias Seidel (CDU) für Malschwitz und Andreas Skomudek (FDP) für Guttau steht nun offiziell fest, dass ab dem 1.Januar die Gemeinde Guttau in die Gemeinde Malschwitz eingegliedert wird. Matthias Seidel ist der Bürgermeister. Bis zur Neuwahl des Gemeinderates 2014 arbeiten alle 28Gemeinderäte gemeinsam.

Was ändert sich ab Januar für die Guttauer Bürger?

Zunächst einmal sind sie dann Malschwitzer. Die Änderung des Personalausweises ist kostenlos. Die Grundbucheinträge werden durch die Gemeinde geändert. „Jeder für sich muss dann seine neue Adresse mitteilen. Allerdings sollten die Guttauer noch eine Weile damit warten“, sagt Matthias Seidel. Grund ist, dass erst im neuen, großen Gemeinderat die Straßenproblematik noch einmal angesprochen werden soll. Derzeit sind einige Straßennamen noch doppelt und könnten bei Post oder Rettungsdienst für Verwirrung sorgen, wenn nicht der Ortsteil dazu geschrieben wird. Noch nicht geändert wird die Müllentsorgung. Erst ab 2014 wird es einen einheitlichen Tourenplan geben. Ebenso erst ab 2014 werden die Elternbeiträge der Kitas angepasst. Derzeit liegen die Guttauer noch günstiger. Da beide Gemeinden schon in der Verwaltungsgemeinschaft lange zusammengearbeitet haben, bleiben die Ansprechpartner für die Bürger in der Verwaltung gleich.

Was ändert sich für die Malschwitzer?

Im Prinzip nichts. Allerdings will der Gemeinderat Malschwitz noch im Dezember ein Zeichen setzen. Die Grundsteuer B soll herabgesetzt werden. „Derzeit liegt sie über dem Landesdurchschnitt, in Guttau ist sie viel günstiger“, sagt Seidel. Um zu zeigen, dass die Gemeinden zusammenwachsen, soll diese Steuer der Guttauer Größe angepasst werden. „Das ist durch die zusätzlichen Einnahmen aus der Fusion möglich“, sagt Matthias Seidel.

Zu welchen Themen gab es die meisten Diskussionen?

Zwei große Themen haben die Beratungen in den Gemeinderäten vor allem geprägt: Bildung und Investitionen. Die Guttauer wollten ihre Grundschule festgeschrieben haben. Doch so einfach geht das nicht. Schließlich ist seit diesem Jahr in der Diskussion, dass der Landkreis die Mittelschule Malschwitz übernehmen könnte, den Standort der Schule allerdings nach Baruth verlegen würde. Die dortige Grundschule soll dann in das jetzige Mittelschulgebäude nach Malschwitz umziehen und dann aber für das gesamten Gemeindegebiet zuständig sein. Da für diese Vorhaben jedoch viele Bauarbeiten notwendig sind, wird die Guttauer Grundschule weiter betrieben.

Welche Investitionen stehen in der Vereinbarung?

Es gibt einen Anhang in der Vereinbarung, in der alle Vorhaben mit Realisierungszeiträumen für die Guttauer Ortsteile aufgelistet sind. Allerdings wird die Umsetzung nur dann erfolgen, wenn es auch Fördergelder gibt. Das Geld muss im neuen Haushalt für die neue Gemeinde berücksichtigt werden.

Wie geht es mit der Vermarktung der Olba weiter?

Eine touristische Struktur wie sie in Guttau mit dem Biosphärenreservat und der Olba existiert, kennt Malschwitz nicht. „Wir werden aber die Entwicklung zum Nutzen unserer Gemeinde weiter positiv vorantreiben“, sagt Matthias Seidel.

Was wird aus den Feuerwehren von Guttau?

Guttau, Halbendorf, Neudorf und Kleinsaubernitz werden Ortswehren in der Feuerwehr Malschwitz.