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Sebnitz

Was erwartet künftig Stolpens Ortsteile?

Seit 25 Jahren gehören Stadt und Umland zusammen. Zeit für einen Rückblick, viel mehr aber für einen Ausblick.

Eine große Jubiläumstorte wurde bereits kürzlich vernascht. Jetzt geht es um die Zukunft der sechs Ortsteile nach der Silberhochzeit.
Eine große Jubiläumstorte wurde bereits kürzlich vernascht. Jetzt geht es um die Zukunft der sechs Ortsteile nach der Silberhochzeit. © Klaus Schieckel

Zur Silberhochzeit haben die Einwohner aus den sechs Stolpener Ortsteilen bereits eine Torte geschlemmt. Es ist mittlerweile 25 Jahre her, dass die einst selbstständigen Ortsteile zu einer Einheit verschmolzen. Wie aber sieht die Zukunft für die Stadt und ihre Ortsteile aus? Das steht beim nächsten Stolpener Gespräch im Mittelpunkt. Es ist eine Debatte, die die Einwohner aus den Ortsteilen selbst gestalten können.

Manche fragen sich: Warum wird schon wieder in Stolpen investiert? Muss die neue Turnhalle sein? Warum stehen die Ortseile hinten an? Sind wir weniger wert als die Stolpener? Die Dörfer geraten in Vergessenheit. Thesen und Fragen, die seit 25 Jahren immer wieder in den fünf ländlichen Ortsteilen von Stolpen auftauchen. Diese Diskussionen werden zwar seltener, aber es gibt sie noch.

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Als sich vor 25 Jahren die Stadt Stolpen und die Dörfer Langenwolmsdorf, Lauterbach, Rennersdorf-Neudörfel, Helmsdorf und Heeselicht vereinten, waren die Ängste groß. Doch inzwischen wachsen neue Generationen heran. Sorgen werden abgebaut, neue entstehen. Zeit, nicht nur Bilanz zu ziehen, sondern auch einen Ausblick auf die nächsten Jahre zu wagen. Aus diesem Grund wird das dritte Stolpener Gespräch am 8. November im Landhotel Zum Erbgericht in Heeselicht genau unter diesem Thema stehen: „25 Jahre Vereinigung unserer sechs Ortseile“.

Untereinander und mit dem Publikum diskutieren die sechs Ortsvorsteher Jan Barowsky aus Langenwolmsdorf, Sven Wehner aus Helmsdorf, Sven Böhmer au Lauterbach, Matthias Thierse aus Rennersdorf-Neudörfel, Renate Tittel aus Heeselicht und Hans-Jürgen Friedrich aus Stolpen sowie Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Moderiert wird die Veranstaltung von dem Stolpner Journalisten und Autor Peter Ufer. Es sollen diejenigen zu Wort kommen, die selbst in den Stolpener Ortsteilen wohnen und sie gestalten.

Die Idee für das dritte Stolpener Gespräch ist im Rückblick auf das Jubiläum Stolpen800 im Jahr 2018 entstanden. „Wir denken, dass sich eine neue Form der Gemeinschaft abgebildet hat. Und diese Chance sollten wir nutzen. Die Stolpener Gespräche sind eine gute Gelegenheit und eine Plattform, darüber nachzudenken, wie es weitergehen kann“, sagt Stolpens Pfarrer Christian Heurich. Er ist gemeinsam mit Stolpens Tourismuschefin Annett Immel der Initiator der Stolpener Gespräche. Diese sind inzwischen Teil eines Komplett-Paketes, entstanden aus den Vorbereitungen auf die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr 2018.

Mehrere Stolpener haben daraufhin die Initiative Stolpen800+ gegründet. Sie wollen den Geist der Jubiläumsfeierlichkeiten weitertragen und die Einwohner mit auf den Weg nehmen. „Unser Anliegen für die Zukunft, also auch über 2019 hinaus, ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit eine lebendige Gemeinschaft entstehen und wachsen kann“, sagt Annett Immel. Um das zu befördern, haben sich vier Arbeitsgruppen gebildet, die da wären: Stadtfest, Kommunikation sowie Basaltlauf und eben die Stolpener Gespräche. Bürgermeister Uwe Steglich (FDP), der selbst dem Team Stolpen800+ mit angehört, will den Fokus für das kommende Gespräch vor allem auf die Zukunft legen. „Es geht uns um das Miteinander. Dennoch wollen wir auch darauf achten, dass die Identität der Ortsteile gewahrt bleibt und wir die Einwohner da ein Stück mitnehmen können“, sagt der Bürgermeister. Und dafür spricht eben auch, dass es eine Veranstaltung ist, wo nicht Profis auf der Bühne stehen und zeigen, wie es gemacht wird. Es gehe nicht darum, dass die Leute als Konsumenten kommen, sondern sich als Teil verstehen, selbst mitzumachen, mitzugestalten. Und eben auch den Blick auf den Nachbarn zu schärfen, sagt Pfarrer Christian Heurich.

Nicht zuletzt wolle man sich in Stolpen damit auch gegen den allgemeinen Trend wehren, dass die Menschen an allen etwas auszusetzen haben. Das sei eine Aufgabe in allen Bereichen und gleichzeitig sei es auch eine Aufgabe noch mehr Menschen zu integrieren, sagt er. Und deshalb hat er gemeinsam mit Annett Immel auch das inzwischen dritte Stolpener Gespräch organisiert. In den ersten beiden Veranstaltungen dieser Art stand das Thema Heimat explizit im Mittelpunkt.

Podiumsdiskussion und Publikumsgespräch: Freitag, 8. November, 19.30 Uhr, im Landhotel Zum Erbgericht im Stolpener Ortsteil Heeselicht.