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Was genau ist eine Rezession?

Frankfurt am Main. Unter einer Rezession versteht man einen allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung in einem Konjunkturzyklus. In Anlehnung an die angelsächsische Definition sprechen viele Volkswirte von...

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Frankfurt am Main. Unter einer Rezession versteht man einen allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung in einem Konjunkturzyklus. In Anlehnung an die angelsächsische Definition sprechen viele Volkswirte von einer Rezession bereits dann, wenn die Wirtschaft zwei Quartale hintereinander nicht wächst oder schrumpft. Die Folgen der Finanzmarktkrise werden nach Einschätzung einer Reihe von Experten zu einer Rezession in den USA im laufenden Jahr führen.

Es gibt auch eine zurückhaltendere Definition: Danach sprechen manche Volkswirte erst von einer Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung eines kompletten Jahres hinter das Vorjahr zurückfällt.

In einer Rezession gehen üblicherweise die privaten Investitionen und die Unternehmensgewinne zurück. Dadurch geraten Unternehmen in Schwierigkeiten. Die Löhne der Arbeitnehmer kommen unter Druck und der private Verbrauch sinkt. Eine Rezession hat in der Regel auch Kursverluste an der Börse zur Folge.

Eine ausgeprägte Form der Konjunkturabkühlung ist die Depression. Diese ist gekennzeichnet durch eine hohe Arbeitslosigkeit, geringe Kapazitätsauslastung der Wirtschaft sowie eine geringe Investitionstätigkeit. Die heftigste Form einer Depression war die Weltwirtschaftskrise 1929. (dpa)