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Was haben die Russen heute mit der Flugplatz-Frage zu tun?

Uwe Herzog aus Großenhain schreibt zur öffentlichen Stadtratssitzung am 27. Dezember: Mein erster Besuch einer öffentlichen Stadtratssitzung. Thema unter anderem: das Bürgerbegehren Flugplatz Großenhain.

Uwe Herzog aus Großenhain schreibt zur

öffentlichen Stadtratssitzung am 27. Dezember:

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Mein erster Besuch einer öffentlichen Stadtratssitzung. Thema unter anderem: das Bürgerbegehren Flugplatz Großenhain. Für mich gab es danach eine schlaflose Nacht. Diese Stadtratssitzung musste ich erst einmal verdauen.

Mir fehlen heute noch die Worte, mit welchen teilweise unsachlichen Wortmeldungen zum Thema die Redner der CDU/FDP-Fraktion im Stadtrat versuchten, die Argumente der Flugplatzbefürworter, neben einem Industriegebiet auch den Flugplatz erhalten zu wollen, zunichte machten.

Da wurde emotional die Wegnahme von landwirtschaftlicher Nutzfläche durch die russische Besatzungsmacht für die Erweiterung des Flugplatzes in den 60er Jahren als Gegenargument in die Diskussion gebracht. Oder die Aussage seitens eines CDU-Redners „… dass die Russen mit ihrem Flugplatz in Großenhain keiner wollte…“ – was bitte hatte dies mit der ursprünglichen Problematik des Bürgerbegehrens zu tun? Umso verwunderlicher, dass diese Redner nicht einmal von den eigenen Fraktionsleuten gestoppt wurden. Kaum zu glauben, dass diese Stadträte sich „Volksvertreter“ nennen.

Selbst ein nochmaliges Erklären der Flugplatzbefürworter, dass es hier darum geht, beides in Einklang zu bringen – Schaffung eines Industriegebietes UND Flugplatzerhalt – wurde nicht einmal seitens der oben genannten Stadträte als solches erkannt.

Auch ich bin der Überzeugung, dass beides möglich ist. „Stadträte, informiert euch!“, kann ich da nur sagen. Das Internet macht es sogar zu Hause möglich!

Es gibt in Deutschland mehrere Industrieansiedlungen mit Flugplatzanschluss, die mit erfolgreichen Werbeslogans wie „Direkt vor dem Werktor landen“ geworben haben und immer noch werben.