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Zittau

Was ist das nur für eine Raubkatze?

Das Tier ist seit einem Monat im Isergebirge auf der Flucht und soll schon einen Hund angegriffen haben. Spaziergänger sind gewarnt.

Das jüngste Bild: Eine Fotofalle hat die Raubkatze aufgenommen.
Das jüngste Bild: Eine Fotofalle hat die Raubkatze aufgenommen. © privat

Ist es ein Serval oder ein Puma? Anhand der bisherigen Fotos ist das Tier nicht identifizierbar, die das Rathauses aus Jablonec nad Nisou (Gablonz an der Neiße) zur Verfügung gestellt bekommen hat. Doch immer mehr Meldungen und Zeugenaussagen beweisen, dass das exotische Raubtier immer noch im Isergebirge lebt. "Es zu schießen, ist das Letzte, was wir uns wünschen", sagt Vratislav Pavlín, Leiter der Krisenabteilung in der Verwaltung. "Wir wollen das Raubtier lebendig fangen."

Die reale Gefahr ist groß, warnt Rathaus-Sprecherin Jana Fričová. Vor einigen Tagen meldete eine Begegnung mit der Raubkatze auch der 44-jährige Robert aus Jablonec, der auf dem Prosečský hřeben (Proschitzer Kam) mit seiner Familie Pilze sammelte - trotz Warnung der Behörden. "Es war nur ein Blick", berichtet er. "Schwer zu sagen, was für ein Tier es war, jedenfalls eines, das nicht in unsere Gegend passt." In Prosečné konnte das Raubtier erstmals beobachtet werden. Später zeigte es sich in Kořenov (Wurzelsdorf) und Harcov (Harzdorf).

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Die exotische Raubkatze ist schon fast einen Monat auf der Flucht. Seit der ersten Sichtung des mutmaßlich etwa 100 Kilo schweren Tieres werden Spaziergänger gewarnt, dass sie den Wald nicht betreten sollen. Bis jetzt hat sie niemanden angegriffen. "Tödlich angegriffen wurde aber ein Hund", berichtet Primator Jiří Čeřovský. "Es steht aber nicht fest, ob ihm die Verletzungen wirklich die Raubkatze zugefügt hat."

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Experten haben ausgeschlossen, dass es nur eine gewöhnliche große Wildkatze sein könnte. Auch ein Luchs kommt nicht infrage. Das Tier stammt vermutlich aus einer illegalen Zucht. In der Region hat nämlich nur einer die entsprechenden Genehmigungen dafür, vermisst aber kein Tier. "Wenn schon Schnee wäre, könnten wir aus den Spuren mehr erfahren," sagt Jana Fričová. Eine Jagd ist laut Vratislav Pavlín schwer zu planen. Wenn die Jäger das Tier lebendig fangen, wird mit Tierparks, Veterinären oder Züchtern  exotischer Tiere eine Stelle gefunden, wo die Wildkatze in passenden Bedingungen weiterleben kann.

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