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Was Köpke über Neuer sagt – und wie er es meint

Der Trainer gibt Entwarnung für den Torwart, aber das klingt nicht wirklich überzeugend.

Seit gestern trainiert Manuel Neuer wieder mit der Mannschaft. Torwart-Trainer Andreas Köpke überbrachte die frohe Kunde aus dem „Campo Bahia“ zur Pressekonferenz. Was sich nach einer Entwarnung anhört, ließe sich auch anders interpretieren, zum Beispiel so:

„Er ist auf einem richtig guten Weg. Wir sind absichtlich kein überhöhtes Risiko eingegangen, sondern haben in enger Absprache mit Doktor Müller-Wohlfahrt lieber einen Tag länger gewartet, bevor es einen Rückschlag gibt.“ Könnte heißen: Eigentlich hätte er früher einsteigen sollen, aber die Schulterverletzung war schwieriger als gedacht. Jetzt können wir nicht mehr warten, sonst wird die Zeit zu knapp.

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„Manuel ist erfahren genug und hat das Training so abgestimmt, dass er Vertrauen in seine Schulter bekommt. Ich trainiere täglich mit ihm und kann keine Schutzhaltung oder so etwas erkennen.“ Könnte heißen: Er ist zwar schon mal nach Bällen gehechtet, die ich geworfen habe, aber ob er bereit ist für spektakuläre Flugeinlagen, bei denen er hart auf den Rasen kracht, muss sich erst zeigen, wenn er von den Mitspielern im Training geprüft wird.

„Wenn das Spiel heute wäre, wäre er früher ins Training eingestiegen.“ Könnte heißen: Versucht doch nicht, mich aufs Glatteis zu führen, zum Glück haben wir ja noch diese fünf Tage.

„Sie werden nicht glauben, dass wir so ein Risiko eingehen, einen Manuel Neuer ins Tor zu stellen, der die Schulter nicht belasten kann. Wenn er spielt, ist er hundert Prozent fit und belastbar.“ Könnte heißen: Wir hoffen und bangen, aber wie Co-Trainer Hansi Flick zu Wochenbeginn an gleicher Stelle schon ausplauderte, wird über seinen Einsatz kurzfristig entschieden.

„Roman (Weidenfeller) hat nachgewiesen, dass er ein Top-Torhüter ist und jederzeit einspringen kann. Er trainiert sensationell, ist hoch motiviert und fokussiert.“ Könnte heißen: Eine gesunde Nummer zwei ist besser als ein angeschlagener Stammtorwart. Wir haben den Dortmunder zwar jahrelang links liegenlassen, aber im Notfall muss er uns nun eben helfen – dafür ist er doch schließlich mit.

„Roman hat sich verbessert und bekommt es auch hin, diese Spieleröffnung zu machen. Er hat sicher eine andere Art und Weise als Manuel, der auf dem Gebiet schon top ist, aber es würde sich für uns nicht viel ändern. Die Mitspieler helfen ihm, es wird sehr viel kommuniziert.“ Könnte heißen: Wir müssen damit leben. Das Fußballspielen bringen wir Weidenfeller nicht mehr bei. (SZ/-ler)