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Was kostet das schnelle Internet?

Die Enso hat für Bischofswerda und Burkau mehrere Pakete geschnürt. Eine Variante ist dabei einmalig in Ostsachsen.

© dpa

Von Nicole Preuß

Nur keine Socken

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Bischofswerda/Burkau. Das Ziel war lange vor Augen. Jetzt ist es erreicht. Die Bischofswerdaer und die Burkauer können mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde durchs Internet surfen. Das macht es möglich, dass problemlos gleichzeitig Videos gestreamt, Dateien in Clouds geladen und übers Internet telefoniert werden kann. Die Übertragungsraten bisher brachten so manchen Nutzer schnell an technische Grenzen.

Die Stadt Bischofswerda und die Gemeinde Burkau hatten daher eine Vereinbarung mit der Enso geschlossen. Der Energieversorger übernahm den Ausbau des Glasfasernetzes für 1,2 Millionen Euro und kann nun dafür schnelles Internet anbieten. Doch auch nach Abschluss der Tiefbauarbeiten gab es lange keine Informationen zu den Angeboten. Zumal lange angekündigt worden war, dass der Anschluss nicht nur übers Telefonkabel, sondern auch übers Fernsehkabel möglich sein wird. „Es wäre schön, wenn Kunden der Info-Kabel GmbH mal zu diesem Thema eine ausreichende Information erhalten. Bisher wurde ich nur mit Aussagen ruhig gestellt, dass das noch in Klärung wäre“, schrieb erst im vergangenen Herbst ein Leser an die SZ. Jetzt haben die Enso und die Info-Kabel GmbH eine Lösung gefunden.

Welche Möglichkeiten des Breitbandanschlusses gibt es?
Die Bischofswerdaer in weiten Teilen der Stadt können das schnelle Internet bereits seit einigen Monaten übers Kupferkabel der Telekom beziehen. Die Glasfaserkabel wurden dafür bis an Verteilerkästen gelegt und die Datenkapazität schließlich über die Methode der „letzten Meile“ übers Kupferkabel ins Haus geholt. Die Enso bietet in Zusammenarbeit mit Info-Kabel nun aber auch den Anschluss über die Antennendose an. Das hat den Vorteil, dass die Kunden wirklich mit 100 Megabit pro Sekunde surfen können. „Wir haben damit etwas lokal Einzigartiges auf den Weg gebracht, was Sie so nicht noch einmal in Ostsachsen finden“, sagt der neue Info-Kabel-Geschäftsführer Ralph Buder. Die Kunden, die übers Kupferkabel und damit die letzte Meile surfen, müssen damit rechnen, dass sie nicht die volle Geschwindigkeit nutzen können.

Was zahlen die Kunden für die Anschlüsse?
Die Enso schnürt verschiedene Pakete und die Kunden können wählen, wie schnell sie durchs Netz surfen wollen. Die Mindestvariante mit 25 Megabit pro Sekunde im Download kostet im Monat 27,95 Euro. Es gibt auch Pakete mit 50 und 75 Megabit. Die maximale Variante mit 100 Megabit pro Sekunde ist für 42,95 Euro monatlich zu haben. Die Preise gelten allerdings nur für den Anschluss übers Fernsehkabel. Wer die Telefondose und damit das Kupferkabel nutzen möchte, zahlt auch bei der Enso jeweils zwei Euro mehr im Monat. Das ist so, weil die Enso der Telekom für die Nutzung der „letzten Meile“ eine Gebühr zahlen muss. Die wird in Teilen auf den Kunden umgelegt. Einmalig ist eine Anschlussgebühr von 49,95 Euro zu zahlen. Dazu kommen die Kosten für den Router. Die Internetflatrate kann für fünf Euro zusätzlich im Monat mit einer Telefonflatrate von der Enso kombiniert werden.

Wer kann die neuen Möglichkeiten in Bischofswerda und Burkau nutzen?
Info-Kabel hat bisher 4000 Fernsehkunden und 60 Internetkunden mit einer entsprechenden Antennendose. Die können ohne Probleme das neue Angebot nutzen. Aber auch die 3000 anderen Privathaushalte und Unternehmen bekommen die Möglichkeit. Sie können sich entweder direkt beim Kundenservice der Enso (kostenfreie Rufnummer 0800 5075100) melden oder im Netz (www.enso.de/internet) informieren. Dort kann auch direkt geprüft werden, welche Kabelprodukte verfügbar sind.

Wo können sich Interessierte über die Angebote informieren?
Die Enso setzt auf den eigenen Kundenservice, hat aber auch Vertriebspartner vor Ort. Die Mitarbeiter des Expert-Marktes auf der Carl-Maria-von-Weber-Straße können Fragen beantworten und auch Info-Kabel selbst steht parat. Die Enso will die Angebote jetzt auch auf ihren verschiedenen Kanälen immer wieder bewerben.

Welche Alternativen gibt es zum Enso-Angebot?
Die Enso ist nicht der einzige, der Turbo-Internet anbietet. Dienstleister können Vordienstleistungen von der Enso kaufen und ihren Kunden dann ebenfalls schnelles Internet anbieten. Die Bundesnetzagentur hat die Voraussetzungen dafür geschaffen. Das war aber bisher nicht die Regel.

Der Wirtschaftsförderverein Bischofswerda lädt Unternehmer am Donnerstag, 19 Uhr, zu einer Infoveranstaltung zum Breitband in den Berg-Gasthof Butterberg ein.