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Was kostet Unfall an Nünchritzer Brücke?

Einen Tag nach der Wahnsinnsfahrt eines Unimog-Fahrers gibt die Polizei eine Schadenshöhe bekannt. Vorläufig.

Dieser Unimog hat am Mittwoch bei Nünchritz für einen aufsehenerregenden Unfall gesorgt.
Dieser Unimog hat am Mittwoch bei Nünchritz für einen aufsehenerregenden Unfall gesorgt. © Lutz Weidler

Nünchritz. Die Kratzer an der Unterseite der Bahnbrücke sind noch deutlich zu sehen. Hier ist am Mittwoch ein 38-Jähriger mit einem Mercedes Unimog hindurch gefahren. Und das mit ausgestrecktem Ladekran. Warum und weshalb, das wird er wohl an anderer Stelle beantworten müssen. 

Mehrere Stunden war die Staatsstraße 40, die unter der Bahnbrücke verläuft, gesperrt. Und auch auf den Gleisen ging gut anderthalb Stunden nichts mehr. Wie noch am gleichen Tag eine Bahnsprecherin mitteilte, waren insgesamt sieben Züge betroffen und verspäteten sich. 

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Nicht nur der Unimog ist Schrott, sondern auch die Brücke wurde beschädigt. Die Polizei bezifferte in einer Pressemitteilung von Donnerstag den Schaden auf rund 30.000 Euro. Alkohol sei nicht im Spiel gewesen. Der 38-Jährige sei zwar ins Krankenhaus gebracht  worden, doch sein gesundheitlicher Zustand sei zum Glück nicht lebensbedrohlich.

Deutlich sind die Kratzer unter der Bahnbrücke zu sehen.
Deutlich sind die Kratzer unter der Bahnbrücke zu sehen. © Lutz Weidler

Prüfingenieure der Deutschen Bahn waren innerhalb einer Stunde von Dresden nach Nünchritz geeilt, um die Brücke auf nachhaltige Schäden zu inspizieren. "Aber wir sind recht glimpflich davongekommen", sagt Bahnsprecher Jörg Böhnisch. Bis auf die Kratzer und ein paar abgeplatzte Betonteile sind die Brücke und auch die darüberliegende Gleisanlage in Ordnung.  

Ob es wegen der Zugverspätung noch zu nachträglichen Forderungen an den Unfallverursacher kommt, sei momentan nicht bekannt, so Böhnisch. Zuggäste, die wegen der Verspätung einen nachweisbaren finanziellen Schaden erlitten haben, können ihre Ansprüche noch 364 Tage geltend machen.  

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