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Was sich beim Europamarathon verändert

Wegen enorm gestiegener Kosten führen die Langstrecken am 2. Juni nicht mehr Richtung Landeskrone und Umland. In der Vereinskasse klafft trotzdem noch ein Loch.

Kostenintensiv aber zwingend: Die Absperrungen reißen dieses Jahr ein tiefes Loch ins Budget des Europamarathons. Aber ohne sie geht es nicht – weder im Zielbereich wie hier – noch entlang der Strecken.
Kostenintensiv aber zwingend: Die Absperrungen reißen dieses Jahr ein tiefes Loch ins Budget des Europamarathons. Aber ohne sie geht es nicht – weder im Zielbereich wie hier – noch entlang der Strecken. © H.-E. Friedrich

Der Europamarathon wird zum reinen Stadtlauf. In Richtung Landeskrone und umliegende Ortsteile wie etwa Schlauroth werden die Läufer von Marathon und Halbmarathon nicht mehr rennen. Aus Kostengründen ist für die Marathonläufer in diesem Jahr erstmals eine 21 Kilometer lange Runde geplant, die sie zweimal absolvieren und die fast ausschließlich durchs Görlitzer und Zgorzelecer Stadtgebiet führt. 

Im November schon bekam der Europamarathon-Verein von der Firma Schönlein signalisiert, dass die Absperrung teurer wird. Gut, dachte sich der Vorstand um Präsidentin Martina Fourier, dann gehen wir dem aus dem Weg, indem wir die Strecken nicht mehr so weitläufig ausdehnen. Und 2.500 Euro wurden vorsorglich trotzdem für die Kostenerhöhung eingeplant.

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Aber diese Rechnung ging nicht auf. Vor fünf Wochen bekam der Verein die neue präsentiert: Ganze 5.000 Euro teurer werden Absperrung und Beschilderung für die größte Sportveranstaltung in Görlitz und Umland – von 7.000 auf 12.000 Euro steigt die Summe. Bei einem Gesamtbudget von 70.000 bis 80.000 Euro ist das nicht unerheblich. „Bettelbriefe“ an den Landkreis, die Stadt und verschiedene andere Stellen habe man daraufhin verschickt.

Zwar sind alle Großsponsoren wieder mit an Bord und mit der AOK auch ein ganz neuer. Trotzdem räumt Schatzmeister Norbert Wege ein, dass er das Geld noch nicht ganz zusammen hat. „Wir freuen uns deshalb über jede Spende und sei sie noch so klein“, sagt er. Bei den Teilnehmerzahlen hingegen ist dem Marathon-Team nicht bange. 1.400 Anmeldungen sind es aktuell, in der Regel kommen noch viele Spätmelder dazu. 

Dass der 2. Juni ausgerechnet auf das lange Himmelfahrtswochenende fällt, an dem mancher im Kurzurlaub ist, müsse sich keinesfalls negativ auswirken, glaubt Martina Fourier. Im Gegenteil: Die Erfahrungen anderer Jahre hätten gezeigt, dass verlängerte Wochenenden grade gut sind für die Teilnehmerzahl. Immer abhängig natürlich vom Wetter. Zu nass und zu kalt sei genauso schlecht wie zu heiß.

Viele Teilnehmer, ob nun Läufer, Skater, Walker, Einradfahrer oder Handbiker, werden dieses Jahr andere Strecken vorfinden. Das ist neben den Kosten für die Absperrungen vor allem diversen Baustellen auf beiden Seiten der Europastadt geschuldet. Andere Baustellen indes sind beendet, so ist die Rothenburger Straße wieder frei und wird den Skatern Platz bieten.

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