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Was sich mit dem neuen Busnetz ändert

In drei Wochen fahren etliche Linien auf neuen Routen. Das bringt viele Neuerungen mit sich – und einen Tag mit freier Fahrt.

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Von Matthias Weigel

Am 16. Februar wird das Freitaler Busnetz weitreichend umgekrempelt (SZ berichtete). Der Regionalverkehr Dresden (RVD) will damit mehr Fahrgäste gewinnen, die Region besser an Dresden und die S-Bahn anbinden und auf die Entwicklung in Freital reagieren. Immerhin ist das jetzige Netz über zehn Jahre alte. Und in der Zeit ist etliches in der Stadtentwicklung passiert. Die SZ hat beim Regionalverkehr Dresden (RVD) nachgefragt, wie die Umstellung ablaufen soll und was sich ändert.

Die Haltestellen

Derzeit ist der RVD dabei, die Umstellung der Haltestellen vorzubereiten. Rote Aufkleber weisen darauf hin, dass sich Verbindungen oder Linien geändert haben. Außerdem werden die Fahrpläne mit neuen „QR-Codes“ ausgestattet. Mit einem modernen Mobiltelefon kann man sich die aktuellen Abfahrtszeiten und Ziele für den Halt anzeigen lassen. Auch Verspätungen sind ersichtlich. Außerdem richtet der RVD neue Haltestellen ein. So können Fahrgäste künftig am Bahnhof Potschappel direkt vor dem Gebäude in die neue Linie C (Pesterwitz–Kleinnaundorf–Dresden) aus- und einsteigen. In Betrieb geht auch die Haltestelle Lutherstraße (Technologiepark/WGF-Zentrale) für die Linie 337. Neu erschlossen wird das Mühlenviertel über die Linie D und die neuen Haltestellen Krönert-, Mühlen- und Körnerstraße.

Die Fahrpläne

Im neuen Fahrplanbuch sind die neuen Fahrpläne bereits parallel zu den alten abgedruckt. Ein Flyer des RVD wird nun noch einmal gesondert über die gesamte Umstellung informieren. Zusätzlich gibt der RVD noch linienbezogene Flyer mit Haltestellen- und Kurfahrplan sowie Tarifinformationen heraus. Die Flyer sind ab 10. Februar unter anderem in den RVD-Servicepunkten, den Rathausinfos, beim VVO und in Bussen erhältlich. Außerdem will der RVD eine Beilage im Amtsblatt der Stadt, das am 7. Februar erscheint, herausgeben. Außerdem werden Berater des RVD in Bussen mitfahren, Flyer verteilen und über Änderungen aufklären.

Die Busse

Die neue Linie B/66 fährt künftig vom Busbahnhof Deuben über Coschütz bis Dresden Hauptbahnhof. Als Teil des Dresdner Stadtverkehrs setzt der RVD daher wie die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) hier künftig Gelenkbusse ein. Zwei neue wurden vom RVD schon gekauft. Vier Busse hatte der RVD bereits für den Schülerverkehr im Bestand. Die Testfahrten laufen nun, um Fahrer beider Verkehrsunternehmen mit Bussen oder Routen vertraut zu machen. Angepasst werden müssen für die längeren Busse deswegen die Haltestellen an der Burgker Straße. Um auf die neue Linienkooperation hinzuweisen, wollen DVB und RVD zwei der hier fahrenden Busse jeweils zur Hälfte mit ihren Hausfarben rot und gelb bekleben.

Der Kundenservice

In der heißen Phase am 15. und 16. Februar steht das RVD-Infomobil am Busbahnhof in Deuben. Dort gibt es nicht nur Infos und Flyer. Ein Moderator soll außerdem auf die Fahrgäste zugehen und die Neuigkeiten erläutern. Damit die Kunden das neue Netz in Ruhe testen können, ist für den 16. geplant, dass sämtliche Fahrten im Stadtgebiet kostenfrei sind.

Die Linien

Mit der Umstellung wird zum Beispiel künftig die Linie A wochentags im Tagesverlauf im 15-Minuten-Takt fahren. Die Linie B wird mit der Linie 66 vernetzt und fährt im Tagesverlauf im 20-Minuten-Takt über Dresden-Hauptbahnhof nach Lockwitz und Nickern. Die Linie C wird künftig zwischen Bannewitz und Pesterwitz pendeln und die Linie D über Oberhermsdorf und Weißig zum S-Bahnhof Hainsberg erstmalig das Mühlenviertel erschließen. Die Linie E fährt vom Raschelberg über Deuben, Zauckerode und Oberhermsdorf nach Wilsdruff. Die Linie F wird über Zauckerode nach Kesselsdorf und zur Gompitzer Höhe verlängert. Die DVB-Linie 71 Coschütz/Kleinnaundorf fällt komplett weg. Dagegen protestieren Einwohner des Freitaler Ortsteiles noch immer, wohl vergeblich. Die bereits für Sommer 2013 geplante Umstellung hatte sich so aber bis jetzt verzögert.

Die SZ wird in den kommenden Wochen alle Änderungen für die einzelnen Linien nochmals detailliert erläutern.