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Was tun beim Verdacht auf den Enkeltrick?

Bei ihrer Über-Land-Tour informieren Polizisten auch in Mittelsachsen über EC-Karten-Betrug sowie Bußgelder. Und sie finden einen Vermissten.

Polizeihauptkommissar Uwe Nerger (rechts) und Polizeihauptmeister Andreas Pforte waren mit dem Präventionsmobil der Polizeidirektion Chemnitz unterwegs.
Polizeihauptkommissar Uwe Nerger (rechts) und Polizeihauptmeister Andreas Pforte waren mit dem Präventionsmobil der Polizeidirektion Chemnitz unterwegs. © PD Chemnitz

Region Döbeln. Zweieinhalb Monate waren Beamte der Polizeidirektion (PD) Chemnitz auf einer Über-Land-Tour unterwegs. Dabei steuerten sie 22 Stationen an und legten 1.700 Kilometer durch den Landkreis Mittelsachsen und den Erzgebirgskreis zurück.

Insgesamt gaben die Polizisten 508 Tipps für mehr Sicherheit. „In Döbeln haben sich 23 Bürger an uns gewandt“, sagt Jana Ulbricht, Pressesprecherin der PD. Darunter waren auch drei Kinder, die die dritte Klasse besuchen. Fragen habe es speziell zu Führerscheinklassen, dem Bußgeldkatalog und Betrug gegeben. 

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Dabei spielten EC-Karten, falsche Polizisten und der Enkeltrick eine Rolle. „Die Beamten haben erklärt, wie ein Fahrrad wirklich verkehrssicher ist. Zudem nahmen die Kollegen drei Anfragen von Seniorenverbänden zu Präventionsveranstaltungen mit“, so Jana Ulbricht.

Spontan Rauchverbot in Roßwein durchgesetzt

Auch in Roßwein habe das Verhalten bei Verdacht auf den Enkeltrick eine Rolle gespielt. Außerdem sei es dort um das Fahrerlaubnisrecht sowie die Sicherung von Fahrrädern gegangen. Die Veranstaltung wurde von sechs jugendlichen „Zaungästen“ beobachtet, die nach eigener Aussage 16 Jahre alt waren. Sie rauchten. 

„Für sie gab es dann eine kleine Präventionsveranstaltung außer der Reihe zum Thema Drogen und das Rauchen, das erst ab 18 Jahre in der Öffentlichkeit gestattet ist“, erklärt die Sprecherin. Das Rauchverbot sei vor Ort durchgesetzt worden.

Betrug beim Ankauf von Pelzen in Zwönitz

Insgesamt erkundigten sich 240 Bürger nach Möglichkeiten eines besseren Einbruchsschutzes, 268 mal konnten die Polizisten Empfehlungen geben, wie man zum Beispiel Trickdieben und -betrügern nicht auf den Leim geht. 

„Auch Fragen zum gefahrlosen Surfen und Einkaufen im Internet, zu Lärmbelästigung sowie Abstandsregeln auf der Autobahn wurden gestellt“, sagt Jana Ulbricht.

Die Besatzungen des Präventionsmobiles waren aber nicht nur Ratgeber in Uniform. Im Tour-Tagebuch ist zu lesen, dass sie in Schwarzenberg die Suche nach einem vermissten jungen Mann unterstützen und diesen sogar fanden. 

In Zwönitz erfuhren sie von einem Betrugsfall im Zusammenhang mit dem Ankauf von Pelzen und in Aue-Bad Schlema waren sie Botschafter für den Polizeiberuf und erklärten Kindern einer Vorschulgruppe das Präventionsmobil sowie den Streifenwagen der Bürgerpolizisten, inklusive Sitzprobe.

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