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Was tut sich da eigentlich bei Eschebach?

Entlang der Rathenaustraße sind auf dem Eschebach-Areal zahlreiche Bäume gefällt worden. Das weckt Hoffnungen.

Von Jens Fritzsche

Wird hier Platz gemacht, damit sich auf dem seit Jahren leer stehenden Eschebach-Areal endlich etwas tun kann? Entlang der Rathenaustraße sind in den vergangenen Tagen zahlreiche Bäume und Sträucher auf dem Gelände des einstigen Küchenproduzenten gefällt worden. In Radeberg weckt das Hoffnungen. Hoffnungen, dass sich hier vielleicht doch mal die Bagger drehen könnten, um hier Neues zu schaffen.

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Aber Eschebach-Eigentümer Josef Saller muss bedauernd mit den Schultern zucken, sagt er. Der Thüringer Immobilienunternehmer würde bekanntlich gern in Radeberg nicht nur als Unternehmer bekannt sein, sondern auch tatsächlich etwas unternehmen – aber bisher darf er das nicht. Zumindest darf er nicht das, was er gern möchte: großzügig Handel auf dem Areal ansiedeln. Stadtverwaltung und Stadtrat sind dagegen. Sie fürchten, dass neue Geschäfte, große noch dazu, den Läden in der Innenstadt schaden könnten. Also tut sich erst mal nichts auf dem riesigen Areal zwischen Bahnhof und Rathenaustraße. Oder nun doch? „Nein, wir nutzen nur den Spätherbst generell auf unseren Flächen, um Bäume und Sträucher zu beseitigen, die künftigen Entwicklungen im Weg sein könnten“, stellt Josef Saller klar. Denn der Wildwuchs, sagt er, könne schnell teuer werden. „Auf einer Fläche in Polen hat uns das Fällen eines zu üppig gewordenen Baums rund 25 000 Euro gekostet – für dieses Geld kann man in Polen sonst ganze Wälder pflanzen“, beschreibt der Thüringer. Damit zumindest die Bäume auf dem Eschebach-Areal nicht in den Himmel wachsen, rückten nun Sallers Mitarbeiter mit der Motorsäge an.

„Ich würde ja gern endlich wirklich gute Nachrichten in Sachen Eschebach-Gelände verkünden“, unterstreicht Josef Saller. Und verweist auf Städte ganz in der Nähe, „in denen wir mit den Stadtverwaltungen richtig gut zusammenarbeiten!“ In Dresden zum Beispiel hat Saller jüngst an der Österreicher Straße ein kleines Einkaufs- und Bürozentrum eingeweiht. „Und in Heidenau haben wir auf dem Areal einer einstigen Teerpappenfabrik etwas Positives entwickelt – da waren Kompromisse nötig, aber die haben wir mit den Leuten aus dem Heidenauer Rathaus gefunden“, beschreibt der Thüringer. Und blickt kritisch auf die Radeberger Stadtverwaltung: „Leider ist das hier nicht möglich – die Stadt zeigt sich leider nicht wirklich kompromissbereit …“, erneuert Josef Saller seine bekannte Kritik.