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Was unterscheidet den Sonnenhof von anderen Wohnhäusern?

Der Senioren-Wohnkomplex wurde gestern offiziell eröffnet. Er ist kein Pflegeheim und doch anders an normale Mietshäuser.

Von Heike Sabel

Die Putzbrigade wuselt gestern Vormittag durch die Räume, säubert Türen und Fenster. In den Wohnungen putzen die ersten Mieter ihre Räume. Am Nachmittag wurde der Mügelner Sonnenhof offiziell eröffnet. Was ist hier anders als anderswo?

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Wie hoch sind die Mieten undwie setzen sie sich zusammen?

Es gibt 26 Ein-Zimmer-, 34 Zwei-Zimmer- und fünf Drei-Zimmer-Wohnungen. Die kleinen sind zwischen 32 und 39 Quadratmeter groß, die großen umfassen 68 oder 70 Quadratmeter. Die kleinste Wohnung kostet mit Balkon, Servicepauschale, Fernsehkabelanschluss, Telefon-Grundgebühr und Betriebskostenpauschale 390,50 Euro. Das sind 12,20 Euro pro Quadratmeter. Bei der 59-Quadratmeter-Wohnung sind es bei zwei Bewohnern schon 12,59 Euro, also insgesamt 730,30 Euro.

Was deckt der Grundservice abund warum ist er so teuer?

Die Pauschale für den Grundservice beträgt bei einem Ein-Personen -Haushalt 80 Euro pro Monat, bei zwei Personen 120 Euro. Diese Pauschale muss bezahlt werden, unabhängig von den genutzten Angeboten, was zu Fragen bei Interessierten führte, die die Pauschale zudem für sehr hoch hielten. Die sei durchaus gerechtfertigt, sagt WVH-Geschäftsführerin Sonnhild Ruffani. Mit der Pauschale werden neben Dienstleistungen vor allem die Besetzung der Rezeption sowie die Angebote in den Gemeinschaftsräumen finanziert. Die Rezeption wird Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr und sonnabends 8 bis 13 Uhr besetzt sein. Die Angebote sind für die Bewohner in der Regel kostenlos. Ab September gibt es monatlich eine Veranstaltung, die auch für andere offen ist. Die müssen dann Eintritt bezahlen. Bei besonderen Angeboten kann auch von den Sonnenhof-Bewohnern ein geringer Eintrittspreis erhoben werden.

Wer übernimmt die Betreuung

der Bewohner?

Dafür gibt es einen Vertrag mit dem Nachbarschaftsverein. Der hat dafür ab Juli zwei Personen für 30 Stunden pro Woche eingestellt. Hinzu kommen weitere geringfügig Beschäftigte, sagt Geschäftsführerin Grit Gärtner. Bei den Einstellungsgesprächen wurde de

Wie ist der aktuelle Stand

der Vermietungen?

Von den 65 Wohnungen sind derzeit 35 vermietet. Das sei ein gutes Ergebnis, sagt WVH-Chefin Ruffani. Bis Jahresende sollen alle Wohnungen vermietet sein. Die Leerstandsquote der WVH liegt bei acht Prozent mit allen Häusern. Dabei gibt es gefragte Wohnunge

Was wurde aus der Idee des Mehrgenerationen-Wohnens?Vor vier Jahren war beim Sonnenhof noch von einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt die Rede. Übrig geblieben ist jetzt das Seniorenwohnen.

Über das Mehrgenerationen-Programm sollte zunächst der Anbau finanziert werden, da der Komplex als kulturelles Zentrum für das Wohngebiet gedacht ist. Das ging nicht auf. Nun betrachtet man ganz Mügeln als das Zusammenwohnen von mehreren Generationen.