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Was wir über den Toten am See wissen

Am Dienstagmorgen war der Nordstand des Berzdorfer Sees Einsatzort für Polizei und Rettungskräfte. Badegäste haben die Leiche eines Mannes um die 40 entdeckt.

Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. © Danilo Dittrich

Am Dienstagmorgen haben Badegäste am Nordufer des Sees einen toten Mann entdeckt. Gegen 7.45 Uhr ging der Notruf ein, sagt Polizeisprecher Michael Verch. Dem Augenschein nach könnte das Alter des Mannes zwischen 30 und 40 Jahren liegen. Seine Identität ist noch nicht zweifelsfrei geklärt, auch zur Todesursache ermittelt die Kriminalpolizei noch.

„Nach bisherigen Erkenntnissen ist eher von einem Suizid als von einem Tötungsdelikt auszugehen“, sagt Christopher Gerhardi, Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz. Am Dienstagmorgen war neben Feuerwehr und Kriminalpolizei auch die Kriminaltechnik vor Ort, außerdem ein Rettungshubschrauber und Rettungswagen. Ein Arzt konnte aber nur noch den Tod des Mannes feststellen. Auch ein Schlauchboot wurde geborgen, ein Zusammenhang wird überprüft, erklärt Michael Verch. „Die Ermittlungen laufen noch“, sagt auch Christopher Gerhardi. „Anzunehmen ist nach aktuellem Stand, dass das Schlauchboot von dem Mann genutzt wurde, um auf den See zu kommen.“

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Nahe dem Seeablauf am Anfang des Nordstrands ist der Mann gefunden worden.
Nahe dem Seeablauf am Anfang des Nordstrands ist der Mann gefunden worden. © SZ/sdn

Der tote Mann wurde ganz am Anfang des Nordstrands entdeckt, in der Nähe des Steinwalls und des Seeablaufs. In der Erstmeldung an die Rettungsleitstelle war zunächst von einem Bootsunfall die Rede. Im Einsatz war auch die Berufsfeuerwehr Görlitz. „Als wir ankamen, war der Mann am Ufer“, erzählt Uwe Restetzki, der den Einsatz der Feuerwehr leitete. Die Einsatzkräfte versuchten, den Mann wiederzubeleben. Der Tote sei normal bekleidetet gewesen, habe keine offensichtlichen Verletzungen aufgewiesen. Wie Uwe Restetzki der Fall von Zeugen geschildert wurde, hatten Badegäste zunächst das Schlauchboot im Wasser entdeckt. „Sie wollten es bergen und stellten fest, dass ein Mensch unter dem Schlauchboot war.“ Die Badegäste brachten den Mann ans Ufer. „Wir haben mit unserem Boot die Wasserfläche abgesucht“, so Restetzki, weitere Menschen konnten im Wasser nicht entdeckt werden.

Auch für Ronny Hasler, Einsatzleiter beim Sicherheitsdienst K9, war es kein schöner Dienstbeginn. Die Sicherheitsfirma kümmert sich seit sechs Jahren um Ordnung und Sauberkeit am Nordstrand. Eine Rettungswacht gibt es an diesem Strand noch nicht, am Nordufer wird derzeit eine Rettungsstation gebaut. Acht Uhr begann Ronny Hasler seinen Dienst, als der Einsatz der Rettungskräfte bereits in vollem Gange war. Seine erste Aufgabe war es, die vorderen Parkplätze am See und kurzzeitig die Zufahrt abzusperren, erzählt er. Gegen zehn Uhr war der Einsatz beendet.

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