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Was wird aus dem Bannewitzer Real?

Kaufland, Edeka oder Rewe - für den großen Real-Markt an der B170 in Bannewitz gibt es einige Kandidaten. Das sagen die Handelsriesen zu den Gerüchten.

Der Real-Markt an der B 170 in Bannewitz. Wer ihn übernimmt, ist noch unklar.
Der Real-Markt an der B 170 in Bannewitz. Wer ihn übernimmt, ist noch unklar. © Karl-Ludwig Oberthuer

"Der Real-Markt in Bannewitz an der B170 wird nicht geschlossen." Das sagte zumindest Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos) bei der letzten Gemeinderatssitzung im Juli.

Wie es mit dem großen Lebensmittel-Markt weitergeht, ist aber unklar. Auf Anfrage von Sächsische.de gab es von den infrage kommenden Konzernen keine klaren Aussagen. So teilt etwa Edeka mit, "dass es sich um ein laufendes Verfahren handelt. So lange keine Entscheidung des Bundeskartellamtes vorliegt, welche Standorte von wem übernommen werden dürfen, können wir uns nicht konkret äußern", sagt Jennifer Teichert vom Presse-Team.

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Kaufland erklärt: "Wir sind an einer hohen zweistelligen Anzahl an Real-Märkten interessiert und haben die Übernahme beim Bundeskartellamt angemeldet. Über Details und einzelne Standorte können wir – auch aus Verantwortung gegenüber den betroffenen Mitarbeitern – erst sprechen, wenn die kartellrechtlichen Prüfungen abgeschlossen sind", so Annegret Adam von der Kaufland-Unternehmenskommunikation. 

Die Rewe Markt GmbH indes dementiert Übernahmegerüchte mit den Worten, dass diese "jedweder Grundlage entbehren". 

Kündigungen sollen vermieden werden

Im Real-Markt Bannewitz arbeiten rund 100 Menschen. Wie es für sie weitergeht, ist unklar. Laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch sind die Erwerber bei einer Übernahme aber verpflichtet, die Angestellten mit zu übernehmen.  Kündigungen sollen vermieden werden.

Mitte Februar hatte der Großhändler Metro die 276 deutschen Real-Märkte an den russischen Investor SCP Group verkauft. 141 Real-Häuser in Deutschland sollen an die Mitbewerber Kaufland und Edeka gehen. Aber auch Rewe ist immer wieder im Gespräch. 

Wer überhaupt die Real-Märkte übernehmen darf, entscheidet das Bundeskartellamt mit. Denn kein Unternehmen soll eine marktbeherrschende Stellung erlangen. Zuvor hatte die Europäische Kommission den Fall an das Bundeskartellamt verwiesen. Dieses hat mit der vertieften Prüfung begonnen. Es seien weitere Ermittlungen zu den betroffenen Absatz- und Beschaffungsmärkten erforderlich. 

Kartellamt hat Zeit bis zum 12. Oktober

Geprüft werde, ob die Verbraucher vor Ort nach einer Übernahme immer noch genügend Einkaufsalternativen bei Mitbewerbern haben. Zudem muss eine Vielfalt an Lieferanten zum Händler sichergestellt sein. Das bedeutet, dass zunächst die lokalen Absatzmärkte für jeden einzelnen Real-Standort betrachtet werden. Dafür ermittelt das Bundeskartellamt die entsprechenden Marktanteile und Marktverhältnisse. Insbesondere wird geprüft, ob die Handelsunternehmen durch die geplante Fusion beim Einkauf ihrer Waren eine marktbeherrschende Stellung als Abnehmer auf den Beschaffungsmärkten erlangen. 

Das Bundeskartellamt prüft und bewertet also die Auswirkungen auf den Wettbewerb. Überwiegen die Nachteile, kann ein Zusammenschluss untersagt oder nur unter Bedingungen erlaubt werden. Grundlage ist das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen. 

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Das Bundeskartellamt hat für das Hauptprüfverfahren vier Monate Zeit, in diesem Fall also bis zum 12. Oktober.  Erst nach einer Freigabe durch das Bundeskartellamt darf eine Übernahme, ein Zusammenschluss oder Ähnliches erfolgen. 

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