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Was wird aus dem Baudaer Bad?

Im Ideenwettbewerb "Grüne Spinner" schaffte der Ortschaftsrat einen sechsten Platz. Nun will er die Gedanken zur Aufwertung des Teiches auch umsetzen.

Ortsvorsteher Lars Dronigke am Baudaer Bad. Der Weiher liegt am Radweg zur Baudaer Mühle und weiter Richtung Zabeltitz.
Ortsvorsteher Lars Dronigke am Baudaer Bad. Der Weiher liegt am Radweg zur Baudaer Mühle und weiter Richtung Zabeltitz. © Anne Hübschmann

Bauda. In den 1940er, 50er Jahren soll der Teich am Radweg zur Baudaer Mühle tatsächlich ein offizielles Bad gewesen sein. Ortsvorsteher und Stadtrat Lars Dronigke ist sich relativ sicher, dass es noch alte Fotos davon gibt. "Das Baudaer Bad wird durch einen unterirdischen Quell gespeist, es hat einen Überlauf zum Neugraben", erzählt er an dem romantischen Fleckchen, an dem noch heute Spaziergänger und Radfahrer Halt machen. 

Doch zum Baden ist der Weiher nicht mehr zu empfehlen. Er ist verschlammt, mit Schilf wächst er immer weiter zu, man sieht auch, dass hier alles veralgt und verkrautet. Aber der Teich ist kommunal. Vor vier Jahren wollte ihn ein Baudaer zur Fischzucht pachten, so Lars Dronigke. Daraus ist aber nichts geworden. 

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Wenig später installierte der Bauhof eine Bank, von der aus man einen schönen Blick auf die Natur hat. Der Fleck ist ein Rastplatz vor allem für Sonntags-Spaziergänger. Oder Radler, die von Großenhain über Wildenhain und Bauda nach Zabeltitz fahren. Das hat den Ortschaftsrat dazu inspiriert, dass man die Fläche aufwerten könnte. "Im September vorigen Jahres pflanzte die Grüne Liga Hirschfeld in Bauda Bäume, deshalb hatte ich Kontakt mit dem Verein Elbe-Röder-Dreieck aufgenommen", erzählt der Ortsvorsteher.    

So kam es auch zur Bewerbung beim Ideenwettbewerb "Grüne Spinner" eben jener Gebietsgemeinschaft. "Wir hatten eine Einwohnerversammlung geplant, um unseren Wettbewerbsbeitrag vorzustellen", so Dronigke.

 Doch wegen Corona musste sie abgesagt werden. Was dem Ortschaftsrat vorschwebt, gab Lars Dronigke aber in einer Rentnerveranstaltung und bei der Jagdversammlung bekannt: Es sollen hier weitere Bäume gepflanzt, ein Igelhäuschen und Nistkästen aufgestellt werden, vielleicht auch eine Steinmauer für Trockenamphibien. Und eine Hinweistafel zur Geschichte des Biotops.

Der Ortsvorsteher weiß, dass die Ideen im Dorf nicht nur Zustimmung fanden. "Sie stießen auf geteiltes Echo", gibt er zu. Manche stellen die Notwendigkeit dieser Maßnahmen in Frage. Und denken vielleicht, das anderes wichtiger ist. 

Tatsächlich hat der Ortschaftsrat derzeit noch mit Dingen wie dem Breitbandausbau zu tun. Aber die natürliche Aufwertung "vor den Toren Baudas" sei ein Stück Traditionsbewahrung und passe daher ins Ziel der Kommunalpolitiker, so Dronigke. Einen Schnellschuss aber will man nicht machen. Zumal 200 Euro Preisgeld aus dem Wettbewerb zur Verfügung stehen. Und die fachliche Unterstützung eines Nabu-Vertreters. 

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Ins nächste Jahr ist deshalb alles verschoben worden. Dann soll die ausgefallene Einwohnerversammlung nachgeholt werden. Denn die Macher wollen schon so viele Baudaer wie möglich für die Sache begeistern und einbeziehen. Schon zu Halloween könnte man die Ideen ein weiteres Mal kommunizieren, sagt Lars Dronigke. Denn wenn das Baudaer Bad schöner werden soll, dann "mit Hand und Fuß".

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