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Was wird aus der alten Amtshauptmannschaft in Kamenz?

Ein Kamenzer Leser hofft auf die Belebung der Innenstadt. Das wird schwer. Und ein Leser aus Oberlichtenau regt eine bessere Busverbindung nach Pulsnitz an.

Von Frank Oehl

SZ-Leser Volkhard Schlevogt aus Kamenz-Jesau ist für eine möglichst belebte Innenstadt. Dazu gehört für ihn und andere auch eine DAK-Geschäftsstelle. Die in der Weststraße wird bekanntlich geschlossen, was vor allem für Ältere ziemlich misslich ist, wie schon am letzten Lesertelefon kritisiert wurde. Wer direkt beraten werden will, muss nun nach Bautzen, Hoyerswerda oder Bischofswerda fahren. „Das ist ein Unding“, so Herr Schlevogt. „Die Kosten dafür müssen schließlich wir Versicherte tragen.“ Besonders missmutig stimmt ihn aber die Tatsache, dass er als DAK-Kunde entgegen den Behauptungen der Kassenspitze nicht über die Schließung informiert worden ist. „Die letzten beiden Schreiben meiner Krankenkasse bezogen sich zum Beispiel auf die Organspende und einen Freistellungsbescheid. Nirgends stand etwas zur Geschäftsstellen-Schließung.“ So könne man mit Versicherten nicht umgehen. Das stimmt.

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Den Leser interessiert im Zusammenhang mit der Innenstadtbelebung an anderer Stelle, was aus solchen prägenden Gebäuden wie der alten Amtshauptmannschaft mal werden soll. „Die Entkernung des Quartiers hinter dem Rathaus hat ja schon begonnen. Wie soll es weitergehen?“ Nun, darüber war auch im jüngst abgesegneten Einzelhandelskonzept der Stadt zu lesen. Das Quartier II ist ausdrücklich Entwicklungsgebiet für den Handel und Wandel in der Stadt. Allerdings wissen alle interessierten Beteiligten auch, dass hier die Interessen ganz verschiedener Eigentümer unter einen Hut zu bringen wären. Die vom Leser erwähnte alte Amtshauptmannschaft, ein auch historisch wichtiges Eckhaus hinterm Rathaus, gehört einem Geschäftsmann aus einem Ort bei Kamenz. Ob sich dessen Pläne mit denen der Stadtentwicklung so ohne Weiteres verbinden lassen, ist fraglich. Gleichwohl gab es schon Versuche, das Quartier II mal probeweise zu überplanen. Auch ein Discountmarkt, der mit 700 Quadratmetern ebenerdig rechnen muss, war dabei, der aber abgewunken hat. Zu wenig Platz für die Anlieferung, ungeklärte Parksituation und ähnliche Argumente. Gewiss wird hier noch einige Projektarbeit notwendig sein.

Der 11. Pfefferkuchenmarkt ist Geschichte. Hartmut Kupka aus Oberlichtenau lässt er noch nicht los. Gerade an den Wochenenden sei es für die Bewohner des Ortsteiles ziemlich schwierig, mit dem Nahverkehr in die Stadt Pulsnitz hineinzukommen. Da fahre nichts, so Kupka. Nun ist auch ihm nicht entgangen, dass zwischen Großröhrsdorf und Pulsnitz zum Pfefferkuchenmarkt ein Busverkehr pendelte, um die Besucher in die Stadt zu bringen. „Wir sind doch Ortsteil, da muss sich doch auch für uns mal was tun“, sagt der Oberlichtenauer. Im Ort gebe es einen Wendeplatz. Ein Pendelbus könne also kein Problem sein, regt er an. Gerade auch zum Stadt- und Nikolausfest müsste sich doch ein Busverkehr lohnen. „Damit wir auch mal ein gemütliches Bier trinken können“, so Kupka. Geht da was?