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Was wird aus der Dresdner Robotron-Kantine?

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) will das Projekt komplett streichen. Doch es gibt einen Ansatz, wie das Gebäude doch erhalten und genutzt werden kann.

Die ehemalige Robotron-Kantine könnte vielleicht doch noch gerettet werden.
Die ehemalige Robotron-Kantine könnte vielleicht doch noch gerettet werden. © Sven Ellger

Dresden. Sie war das Herzstück der Kulturhauptstadtbewerbung Dresdens: Die ehemalige Robotron-Kantine sollte zum "Open Future Lab" werden. Ein Ort für Kunst und Wissenschaft.

Auch nachdem Dresden mit der Bewerbung gescheitert ist, wurde das Projekt weiter geplant. Wegen der Corona-Krise will Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) die Robotron-Kantine aber streichen und so viele Millionen Euro sparen. 

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Doch der Stadtrat hat nun anders entschieden. Zu der Vorlage "Fortführung von Projekten und Strategien aus der Bewerbung Kulturhauptstadt Europas 2025" wurden etliche Änderungen beschlossen.

Eine entscheidende Veränderung gibt es nun eben auch für die Robotron-Kantine. Das Gebäude der Ostmoderne sei unbedingt zu erhalten, entschied eine Mehrheit.

So nahm Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) das Ausscheiden Dresdens um das Rennen als Europas Kulturhauptstadt 2025 auf.
So nahm Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) das Ausscheiden Dresdens um das Rennen als Europas Kulturhauptstadt 2025 auf. © Sven Ellger

"Der Oberbürgermeister wollte die Robotron-Kantine ganz streichen, also auch aus der mittelfristigen Planung rausnehmen", so Grünen-Fraktionschefin Christiane Filius-Jehne. Sie hat den Änderungsantrag dazu erstellt. "Wir möchten das Projekt nur verschieben."

Konkret bedeutet dies: An der Planung wird festgehalten. Das gesamte Projekt soll qualifiziert werden, bis der Haushalt für die Jahre 2023/2024 erstellt wird. Das ist in etwa zwei Jahren. So hat es der Rat beschlossen und dann soll möglichst auch Geld dafür eingeplant werden. 

Fast vier Millionen Euro für interkulturelles Zentrum?

"Die Ideen aus der Kulturhauptstadtbewerbung sind alle sehr gut", so die Grünen-Fraktionschefin. Wegen der Finanz-Probleme durch die Corona-Krise müssten neue Projekte allerdings zunächst auf Eis gelegt werden. "Wir wollen sie aber nicht generell canceln", sagt Filius-Jehne. "Deshalb haben wir Formulierungen gewählt, die kein zusätzliches Geld im Doppelhaushalt 2021/2022 benötigen."

Deshalb hält der Stadtrat daran fest, dass kulturelle und soziale Teilhabe durch den Ausbau der Stadtbezirksförderung für bürgerschaftliche und kulturelle Vorhaben gestärkt werden. Kultur- und Nachbarschaftszentren sollen weiter in jedem Stadtteil entstehen. 

Auch der Plan, das ehemalige Gebäude des Theater Junge Generation (TJG) zum "Musikwirtschaft-Kultur-Zentrum" umzubauen, sei weiter richtig, heißt es. Das würde nach ersten Schätzungen allerdings alleine sechs Millionen Euro kosten. Deshalb soll zunächst eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt werden. 

Rund 3,9 Millionen Euro würde das geplante interkulturelle Zentrum im Kraftwerk Mitte kosten. Auch dazu soll zunächst eine Analyse vorgelegt werden.

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