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Radebeul

Wann öffnen die Freibäder?

In Radebeul, Kötitz und Weinböhla laufen die Vorbereitungen trotz Corona. Im Bilzbad wird sogar Platz gemacht für Urlauber, die übernachten wollen.

Im Freibad Kötitz laufen die Vorbereitungen seit Wochen. Auch die Rutsche hat einen neuen Anstrich bekommen.
Im Freibad Kötitz laufen die Vorbereitungen seit Wochen. Auch die Rutsche hat einen neuen Anstrich bekommen. © Norbert Millauer

Radebeul/Weinböhla. Der Sommer rückt mit großen Schritten näher, traditionell öffnen viele Freibäder ab Mitte Mai ihre Tore und Schwimmbecken für die Besucher. Doch ist das in Corona-Zeiten überhaupt möglich? Lange Schlangen an Kasse und Kiosk, Handtuch an Handtuch auf der Wiese und Badende dicht an dicht im Becken - das alles entspricht ganz und gar nicht den Abstands- und Hygieneregeln, die momentan gelten. Fällt die Freibad-Saison dieses Jahr etwa ins Wasser?

Rutsche in Kötitz neu gestrichen

Nein, das muss sie nicht, denn inzwischen hat der Freistaat Sachsen auch die Öffnung der Bäder erlaubt. Die Betreiber in der Region hatten sich ohnehin schon seit Wochen darauf vorbereitet. Am Badesee Kötitz wurden die Außenanlagen auf Vordermann gebracht, Hecken geschnitten, der Rasen gemäht. Allerdings konnte bisher nur eine Notbesatzung des Teams auf dem Gelände arbeiten. Der Großteil ist in Kurzarbeit geschickt, sagt Leiter Andreas Seelig.

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Bisher laufen die technischen Anlagen noch auf Sparflamme – es wird dafür gesorgt, dass das Wasser nicht kippt. Die Rutsche hat einen frischen Anstrich bekommen, mit blauen Wellen und lachender Krake. Die können die Besucher ab 23. Mai begutachten und sich im Wasser erfrischen. Dann soll das Freibad nach jetzigem Stand öffnen, sagt Seelig. Der Campingplatz ist schon ab diesem Freitag wieder geöffnet.

Bilzbad-Öffnung am Montag geplant

Auch im Radebeuler Bilzbad startet die Saison nun doch eher als zuerst erwartet. Höchstwahrscheinlich schon am kommenden Montag werden die Tore geöffnet, vorausgesetzt, das Gesundheitsamt hat bis dahin das Hygienekonzept abgesegnet, sagt Titus Reime, Geschäftsführer der Stadtbäder und Freizeitanlagen GmbH Radebeul. Er und seine Mannschaft haben ebenfalls seit Wochen auf diesen Termin hingearbeitet und wollten bereit sein, sobald es grünes Licht gibt. „Ich glaube, die Leute hätten auch kein Verständnis, wenn wir öffnen dürften, aber nicht vorbereitet sind“, sagt er. Im Bilzbad wurde zuletzt noch eine neue Anlage im Wellenbecken eingebaut, die Wasserströmungen und die Motoren überwacht.

Platz für Zelte und Wohnmobile

Reime rechnet damit, dass diesen Sommer noch deutlich mehr Besucher ins Bad kommen könnten als normal. Denn für viele bricht der Urlaub im Ausland weg, innerhalb von Deutschland müssen Alternativen gesucht werden. Deshalb wird im Bilzbad gerade ein Platz für Zelte, Caravans und Wohnmobile angelegt. Seit Jahren standen auf dem Gelände noch alte, ungenutzte Hütten. Die Fläche sollte schon länger beräumt werden, sagt Reime. Jetzt hat man die Gelegenheit genutzt.

In den letzten Wochen wurden zwei größere und neun kleinere Hütten abgerissen, an der Stelle soll jetzt eine Wiese angelegt werden, auf der Kurzurlauber Quartier beziehen können. Auch die Doppelzimmer und Ferienwohnungen in der Bilzvilla werden hergerichtet. In den letzten Jahren vor allem während größerer Veranstaltungen gebucht, rechnet der Bäderchef in diesem Sommer mit einer hohen Auslastung.

Auf dem Geländes des Bilzbades wurden ungenützte Hütten abgerissen. Hier sollen im Sommer Kurzurlauber mit Zelten oder Wohnmobilen Platz finden.
Auf dem Geländes des Bilzbades wurden ungenützte Hütten abgerissen. Hier sollen im Sommer Kurzurlauber mit Zelten oder Wohnmobilen Platz finden. © Norbert Millauer

Noch keinen konkreten Öffnungstermin gibt es aktuell fürs Radebeuler Lößnitzbad. Auch dort wurden schon Rasen, Hecken und die Toiletten auf Vordermann gebracht. Kommende Woche wird das Bad nun geprüft. Erst danach kann eine Entscheidung zur Öffnung getroffen werden.

Elbgaubad Weinböhla schon vorbereitet

Im Elbgaubad Weinböhla laufen die Vorbereitungen schon seit März. Der gesamte Beckenbereich wurde gesäubert und die Anlagen in Ordnung gebracht, informiert Hauptamtsleiterin Julia Schneider. „Personell sind wir dieses Jahr gut ausgestattet. Unserem Fachangestellten für Bäderbetriebe, der nach der Saison in den Ruhestand geht, steht ein neuer Kollege zur Seite, der dann gut eingearbeitet an dessen Stelle tritt. Zudem wird unser Azubi mit im Bad tätig sein, der voraussichtlich im Sommer seine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe abschließen wird“, so Schneider. Einen genauen Öffnungstermin gibt es noch nicht. Das werde ad hoc entschieden, wenn es warm genug ist.

Keine Infektion im Wasser

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An die zurzeit geltenden Abstands- und Hygieneregeln müssen sich Besucher aber auch in Freibädern halten. Die neue sächsische Corona-Schutz-Verordnung gilt bis zum 5. Juni. Soll heißen: Auch auf der Freibadwiese dürfen die Handtücher nicht dicht an dicht liegen, am Kiosk muss Abstand zum Vordermann gehalten werden. Sich als große Gruppe im Bad zu treffen, ist untersagt. Die Betreiber sind dafür zuständig, die sanitären Einrichtungen regelmäßig zu desinfizieren. Die gute Nachricht: Im Wasser selbst besteht kein erhöhtes Infektionsrisiko. Experten gehen davon aus, dass sich Coronaviren nur sehr schlecht bis gar nicht übers Wasser verbreiten können, weil sie darin so stark verdünnt werden. Chlor im Wasser verhindert zusätzlich die Übertragung.

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.

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